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und ziehen ihn in die Tiefe hinab, während Floßhildejubelnd den endlich wieder gewonnenen Ring des Rhein-golds jubelnd emporhält.
Wagner's Dichtung ist ein Versuch, Himmel und Erdezu umspannen; die lichten Gewalten der oberen Sphäreund die dunkeln elementaren Kräfte der Tiefe in einenunlöslichen Zusammenhang zu bringen; Dichtung undPhilosophie nicht in einem Gedicht, wie es Dante und Miltongethan, sondern in einen: Drama zu verbinden; an einMenschengeschick, das symbolisch aufgefaßt wird, das Welt-schicksal zu knüpfen. Eine solche theatralische Schöpfungist mehr als jedes Lied, jede Erzählung, jedes andereKunstwerk an die Phantasie, an die entgegenkommendeNeigung des Zuschauers gebunden. Götter, Naturge-walten, Riesen und Ungeheuer auf der Bühne stellen zu-erst und zuletzt an das Publikum die Bitte: nehmt unsdafür; seid so liebenswürdig, uns für Walküren und Drachen-ungethüme zu halten. Den Zeus des Homer denke ichmir von einer unbeschreiblichen Erhabenheit; giebt es dochNiemand, der auch nur den Zeuskops von Otricoli ohneEhrfurcht anzublicken vermöchte: aber die Wagner'schenGötter auf der Bühne, die nicht in den: kleinsten Zugevon den Menschen vor derselben sich unterscheiden, bedürfenunseres guten Willens zu ihrer Göttlichkeit, ebenso wieder Drache Fafner nur durch uns zu einem Schreckbildwerden kann. Die große Gefahr, die hierin für den Dichterliegt, ist offenbar: denn nur ein Theil des Publikums istwillig, der andere nicht. Du brauchst nicht an Gespensterzu glauben, aber du zweifelst keinen Augenblick, daßHamlet oder Macbeth in ihrem überreizten Zustand Ge-spenster sehen können. An einen Gott jedoch, der dürf-