wenn statt einer herabfallenden Leinwand Wasserdämpfeaufstiegen! Der erste Akt der „Walküre" spielt dann ineiner kurzen und engen Deeoration, die, sich öffnend, unsden mittleren Plan der Bühne zeigt: das Waldgebirge,in dem Hunding und Siegmund kämpfen. Im zweitenAufzug sitzt oben Wotan in der Halle der Götter, zu ihmkommen Brünnhilde und Fricka, unten rasten in der Tiefean einem Quell Siegmund und Sieglinde auf ihrer Flucht,bis der Ruf Hunding's Siegmund zum Kampf auf denmittleren Plan emportreibt. Jetzt steht Brünnhilde, dieihm gefolgt ist, hinter ihm, während Wotan urplötzlichvon oben herab aus den Wolken seinen Speer dem SchwerteNothung entgegenstreckt. Aehnlich wäre die Anordnungdes Walküreuselsens. Die Esche steht in der Mitte derBühne und wächst durch die Stockwerke. Oben in ihremSchatten liegt ein ausgehöhlter Stein, wie ein uraltesHeldengrab; hierin bettet Wotan die schuldige Walküre.Aus einer tiefer gelegenen Höhe halten die WalkürenRast. Durch die Lüfte hoch zu Rosse fliegen die Schwe-stern daher: nicht die kleinen undeutlichen Nebelbilder, dieman uns in Bayreuth zeigte, sondern riesige Erscheinungen,Menschliches überragend. Auf dem untersten Raume er-scheint Brünnhilde zu Pferde, Sieglinde vor sich, in: Ga-lopp : es handelt sich ja für das Pferd nur um eine Streckevon zwanzig Fuß. Dann braust Wotan von oben im Sturmdaher, während die eine Walküre Sieglinde unten hinweg-sührt. Diese Andeutungen mögen genügen: der Charakterdes Mysteriums kommt in solcher Anordnung zu einen: be-stimmten theatralischen Ausdruck. Die „Götterdämmerung"wird unmittelbar in das Leben der Welt, in das Schicksalder Menschen mit hineingezogen, sie bleibt nicht, wie in
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