Band 
[Zweiter Band]
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empörer (Signor Tessero) sprachen lebhaft, ihren Rollengemäß, mehr Feuer hätte Signor Lanata, Gotvniel,ein verschmähter Liebhaber Judith's, zeigen sollen; treff-lich im Vortrag des Liedes der Debvra war SignoraFeliziani.

Sonnabend, den 8. März, spielte Signora Ristori dieMaria Stuart. Am 7. Februar 1587 starb Maria Stuartzu Fotheringhay gegen die zehnte Stunde des Morgens.Wer immer dem schrecklichen Schauspiel beiwohnte, fühltesich von Mitleid und Bewunderung ergriffen. Zweimaltraf sie das Beil, ehe ihr Haupt vorn Rumpfe getrenntwar; als es der Nachrichten dann den Zuschauern ent-gegenhielt und der Dechant, Doctor Fletcher, sagte: „Somögen alle Feinde der Königin enden", erwiederte nurder Graf von Kent: „Amen!" — Es sind die Worteeines historischen Berichts; und schritt die wirkliche Mariaso zum Schaffst, wie wir Signora Ristori die verhängniß-vollen Stufen hinangehen sahen, so wollen wir gern andas Mitleid, an die Bewunderung glauben, die er denAnwesenden zuschreibt. Dies war eine Königin vornHaupt zur Sohle, auch ihren erbittertsten Gegnern Achtung,wenn nicht vor ihrer Person, doch vor ihrer Würde ab-nöthigend. Zum dritten Male führt uns Signora Ristoriihre Lieblingsgestalt vor: um ein Kleines sind die Linienihres edlen Gesichts schärfer, ist ihre Stimme, wie es oftbei italienischen Frauen in einem gewissen Alter zu ge-schehen pflegt, tiefer und männlicher geworden; hier unddort mag in Einzelheiten ihre Darstellung sich gewandelthaben: das Bild, das sie uns bietet, bleibt dasselbe, wievordem, in seiner Schönheit, wie in seinen Schwächen.Zwei Seiten im Wesen der Maria Stuart betont Signora