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das wie der spitzeste Pfeil des Hohns verwunden und dochwieder, wie nur der Blick der Liebe, entzücken kann; fürdie Märtyrerin hat sie jene Augen und jene Verzückung imGesicht, die man einzig in den Madonnen Murillo's wieder-findet. Erscheinung, Haltung, der Ton ihrer Stimme:Alles vereinigt sich, um die edelste und schönste Wirkunghervorzubringen. Nach beiden Seiten des Charakters hinist der erste und fünfte Akt, jeder in seiner Besonderheit,ein Meisterstück; keine Fürstin redet stolzer, selbstbewuß-ter, noch im Spotte voll Hoheit, als sie zu Burleigh,welche Frau beichtete so inbrünstig und reuig wie sie?Um so vieler Schönheit willen entschuldigt man gern dasGemachte, das in dem Abschied, den sie von ihren Dienernund Dienerinnen nimmt, die echte Empfindung beeinträch-tigend, zuweilen sich geltend macht: dies ist eben ihr Stil.Schiller's Maria Stuart ist eine leidende, lyrische Gestalt,darin mit Adelaide Ristori wahlverwandt, einen gewaltigenleidenschaftlichen Anlauf nimmt sie nur einmal in derGartenscene mit Elisabeth. Für jede Darstellung hatdieser Auftritt: der Streit zweier Frauen, der endlich inder Form wie im Inhalt in wildeste Lästerungen undBeleidigungen übergeht, sein Bedenkliches, nur die Er-hebung in das höchste Pathos kann dies Gespräch aufder Bühne adeln. Signora Ristori empfing hier denwiederholten Beifallsruf der Zuschauer. Außer ihrerköniglichen Gestalt hat sie noch eins für sich, was ihreine deutsche Schauspielerin nicht nachzuthun und nach-zusprechen vermag, man muß eben romanisches Blut inden Adern haben, um wie sie „vonäotta!^ sagen zukönnen. Das ist wie ein Dolchstoß, den sie plötzlichgegen die Brust der Feindin führt. Rachel Felix hatte