Band 
[Zweiter Band]
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ein anderes Wort in dieser Scene für sich erkoren:„incli^no svnvorains!^ Die Italienerin stößt zu, raschund wild, die Französin wühlte in dämonischer Freudein dem Herzen der Gedemüthigten. In einer poetischenEpistel an Racine schrieb Boileau einmal:

„>ts.iLLis Ipkizems, 6» ^.ultcls inimolss,

ooütä MiN <Is plsurs ii 6rscs Asssmdlvö<^us äg-ns l'dsurkiix spsMg-els ä »os ^-s»x stals8» s, t^it sou8 80 » »oin vsrssr I» Llis.r»xi»8lö."

Ob die Champnwls gerade dies Lob verdiente, weiß ichnicht, auf eine aber passen diese Verse, als wären sie fürsie geschrieben worden, auf Adelaide Ristori als MariaStuart.

Die „8o6N6s IristoriMW" der französischen roman-tischen Schule stellen eine geschichtliche Begebenheit getreuin ihrem Beginn, Verlauf und Ende, ohne die Zuthateigener Erfindung, ich will nicht sagen, dramatisch imKunstsinn des Wortes, aber doch lebendiger und unmittel-barer, als jede Erzählung, in der Form des bewegtenDialogs dar. Weder Geschichte noch Poesie kommen imdieser Mischung freilich zu ihrem vollen Recht. Dennwie Heinrich III. von Frankreich in der Frühe des 23. De-cembers 1588 zu den Edelleuten redete, die eine Stundedarauf Heinrich von Guise ermorden sollten — es ist eineScene aus Vitet's »Oss otnts clo Rtom" — weiß doch Nie-mand genau zu sagen und die Phantasie des Schriftstellersmuß wie in einem echten Drama, die Kosten tragen, ohneauch nur annähernd dieselbe Freiheit wie dort zu haben.Die Franzosen verstehen, unterstützt von dem äußerlichDramatischen, das so vielen Begebenheiten ihrer Geschichteanhaftet, dieser Gattung ein eigenes, anziehendes Leben