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erinnert: nur schade, daß diese Art des Bortrags wenigzu dem Charakter der Medea und den leidenschaftlichhastigen Bewegungen der Darstellerin stimmt. Die herbetragische Ironie, wenn sie Jason: „Du Milder, Guter!"und den König Kreon mit „Gerechter König!" anredet,ist ihr versagt und so empfindet es der Zuschauer nichtlebendig genug, daß gerade in diesen Scenen sich ihr Herzmehr und mehr mit „gährendem Drachengist" erfüllt.Schön Gelungenes stellt sich so unvermittelt neben Ver-fehltes. Es mangelt der wägende Verstand, das Maßdes Schönen, die Erfassung eines Charakters in seinentiefsten Wurzeln. Nicht daß Jason sich von ihr trennt;daß die Kinder sich ebenfalls von ihrer Härte und Herb-heit der sanft lächelnden Kreusa zuwenden, läßt Medea'sHerz versteinen. Aber dem Temperament und der Per-sönlichkeit der Künstlerin schmiegte sich die erste Situationleichter an als die zweite, die Medea Clara Ziegler'skann nur eine verlassene, racheschnanbende Geliebte, abernie eine auf den Tod verletzte Mutter sein.
„Himmel!" ruft unartig, aber witzig Voltaire ein-mal in seinem grotesken Heldengedicht Ua kuoolls aus,„Himmel, wie hasse ich diese stolzen Geschöpfe, Soldatenim Unterrock, mannweibische Ritterinnen« ... aber ichsetze lieber die drolligen Verse her:
„6iel! qus.js Imis eos oreMurss üörs8,soläuts su tuxöö. IiomwASses oNsvuIisres,äu 86X6 I»ül6 M'ectÄNt. la vsteur,
8 LU 8 P0886ltsr lös ÄZr6w6ut8 ctu uötr6,ä, tous Iss äeux prstsuäuut Ü>1r6 Nouusur,et hui ue 8vut ni it6 Nun ni ä6 N»utr6!"
Ganz anders erschien die Jungfrau von Orleansunserm Schiller. Wenn sie auch muthig und unerschrocken