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aus Noth als aus innerem Dränge, widmete sich dieser demStaatsdienst seit 1813. Viel und angestrengt hat er imFinanzministerium und in den Archiven gearbeitet, nichtohne mannigfache Kränkung. Seinen Vorgesetzten warselbstverständlich feine dichterische Thätigkeit nicht will-kommen; zu schmeicheln verstand er nicht; all' seinemPatriotismus war, wie man bald merkte, eine liberaleFärbung nicht fremd. Dem Kaiser Franz erschien desDichters Drama „Ein treuer Diener seines Herrn" inseiner un- oder übermenschlichen Treue bedenklich und ge-fährlich, er wollte es Grillparzer „für immer abkaufen", essollte weder gespielt noch gedruckt werden — eine so frecheZumuthung, daß sie der Dichter entrüstet zurückwies.Seine ganze Stellung war eben eine schiefe. Er betonteseine Treue und Anhänglichkeit für das Kaiserhaus inallen feinen Werken, aber es war nicht der Ton, denman von ihm bekannt wünschte; derselbe hatte eine eigenebedenkliche Mischung, die bei dem Beamten mißfiel. Trotzseiner Reisen nach Italien und Griechenland, nach Parisund London blieb, dachte und empfand Grillparzer alsWiener, und zwar als Kind des alten Wien. „Fastebenso traurig als die politischen Veränderungen stimmteihn, in seinem Greisenalter, die architektonische Umbildung,welche seine Vaterstadt erfuhr", schreibt Kuh. „Um seineBastei war es ihm leid; sein liebes Wasserglacis mit demKinderjubel, den Ziegengruppen und der schläfrigen Musikim alterthümlichen Pavillon, war ihm nicht nur einäußerer, war ihm ein wesentlicher Verlust, und voll weh-müthiger Aufmerksamkeit verfolgte er die beginnendenAnlagen des Stadtparks; einem Vertriebenen gleich, dersich resignirt, sah man ihn häufig dort auf- und nieder-