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Nehmt es weg, dies heil'ge Zeichen,
Alle Welt gehört ja dir;
Ueb'rall, nur bei diesen Leichen,
Ueb'rall stehe, nur nicht hier!
Wenn ein Stamm sich losgerissenUnd den Vater mir erschlug,
Soll ich wohl das Werkzeug küssen,
Wenn's auch Gottes Zeichen trug?"
Nicht seine Gedichte, seine Dramen erheben Grillparzerzu den Unsterblichen: schon Lord Byron hat es in Hinblickauf das Trauerspiel Sappho gesagt. In chronologischerReihenfolge ordnen sich Grillparzer's dramatische Dichtungenso: Die Ahnfrau 1816 — Sappho 1818 — Das goldeneVließ, eine Trilogie: Der Gastfrennd; Die Argonauten;Medea 1818—1820 —König Ottokar's Glück und Ende,1823 vollendet, am 19. Februar 1825 zum ersten Maleim Burgtheater zu Wien aufgeführt — Ein treuer Dienerseines Herrn 1826 — Des Meeres und der Liebe Wellen1831 — Der Traum ein Leben 1834 — Weh dem, derlügt! 1838. — Die Ablehnung dieses Stückes durch dasPublikum des Burgtheaters rief in Grillparzer jenemürrische und feindliche Stimmung hervor, die bis zuseinem Tode anhielt. Nur schwer lüfte er das Siegel vonseinen Dichtungen. Das Bruchstück „Esther" wurde zuerstim österreichischen Dichterbuche von Emil Kuh 1863 ver-öffentlicht; die drei Trauerspiele: Libussa; Ein Bruder-zwist in Habsburg; Die Jüdin von Toledo erschienen erstnach seinem Tode. Man wird ihre Entstehung in die Zeitzwischen 1840 bis 1855 setzen können. Außerdem ist einunbedeutender Operntext „Melusina" und eine Scene„Hannibal und Scipio" vor der Schlacht bei Zama, vor-handen, die über die Alltagsrhetorik nicht hinausreicht.