Die Anfänge der franMschm Oppositionslitteratur.
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Schreckliche nicht nur episodisch einstellt, sondern vorherrschtund dem ganzen Grundton der Tragödie etwas Düsteres undPeinliches gibt. Seine „Werke" („Wuvrss"; erster Druck, Paris1750; neuere Ausgabevon Parelle, ebendas. 1828), mit Ausnahmeeiniger lyrischenDichtungen ausschließlichTragödien, gleichen sichin dieserBeziehung ebenso, wie sie in der durchgehends etwas her-ben Sprache nnd Versbehandlung einander ähnlich sind. DieFührung derHandlung läßt das Furchtbare, was geschehen ist undgeschehen soll, überall ahnen; die Charakteristik ist energisch undkräftig, in den Hauptgestalten der Hauptwerke nicht ohne seinereund interessante psychologische Züge. Als Hauptwerke haben vorallen die beiden Tragödien: „Atreus und Thyestes" („4eträsersterDruck,Paris 1707)und„Rhadamistes undZenobiai" („Hbnäumists st 2enobis"; erster Druck, ebendas.1711) zu gelten. In beiden, namentlich aber in „Rhadamistes undZenobia", erscheint die besondere Begabung Erebillons in ihrervollen Reife. Die übrigen sieben Tragödien des Autors: „Elektra"(„ölsotrs", Paris 1706), „Jdomeneus^ („läowenäs", ebendas.1709), „Semiramis" (ebendas. 1717), „Phrrhus" (ebendas.1726),„Lerxes"(„Xsreö8", ebendas. 1740), „Catilina" (eben-das. 1749) und „Das Triumvirat" (,chs Drininvlrnt", ebendas.1753) enthalten natürlich die charakteristischen Eigenschaftendes Autors in einzelnen Gestalten und Szenen , aber erheben sichnicht zu der Geschlossenheit, dem gedrungenen Stil der genann-ten beiden Schreckenstragödien. Die sorgfältig vorbereitetenund im entscheidenden Moment eintretenden Erkennungsszenen(die bedeutendste ist die in „Atreus und Thyestes"), welchebei Crebillon eine gewisse Berühmtheit erlangten, haben später-hin aus gewisse Dramatiker (namentlich auch auf unsre deut-schen Schicksalstragiker) Einfluß ausgeübt. Im ganzen aberblieb Crebillon unter den Dichtern der klassischen Periode der-jenige, welcher allein in Frankreich zu bedeutender Wirkung undhohen Ehren gelangte. Begreiflich genug — denn die Grund-elemente seiner aus das Furchtbare gerichteten Tragik fanden sichin andern Litteraturen in größer» Erscheinungen vor, die beson-dern Vorzüge des französischen Klassizismus, die so blendend auf
' Deutsche Übertragungen der letztgenannten Tragödie von G. F.Wolfram (Gotha 1751) und GrieS (Mona 1756).
^ Deutsche Übertragung: „Jdomeneus", Trauerspiel des Herrn v.Crebillon (Stralsund und Leipzig 1752).