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Vierter Band
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Die Anfänge der französischen Oppositionslitteratur.

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d'Hocquincourt mit dem Pater Cannaye" („Oouvsrsg.<.ian äumarsobal ä'IIoegriiirLorii'i avso Is l?. 6trnna)'s") Von srühausden Preis erhielt. Unter seinen poetischen Werken bleibt dieKomödie in Versen „Die Akademiker" („l-ss LSLäömistss";erster Druck, Paris 1650) ein sehr frühes Zeugnis dafür, daßdie Kehrseite des glänzenden und mit so großer Sicherheitauftretenden französischen Akademismus früh erkannt wurde.Die Dichtungen und Prosaschriften Saint-Evremonds wurdenbei seinem Leben vielfach unvollständig und meist wider seinenWillen veröffentlicht; eine von ihm selbst vorbereitete Aus-gabe der „Werke" (,,I-SS vöritabtss «uvrss äs 8aii»t-Lvrsmonä,xabliäss sur Iss wLiiaserits äs I'autsur", London 1705) tratbald nach seinem Tod hervor und erhielt das Andenken andiesen Schriftsteller der Opposition. An dem Streit über dieAlten und Neuen und überhaupt an der ganzen Entwickelungder Litteratur in Frankreich nahm er trotz seiner VerbannungAnteil, schrieb eine Reihe von Abhandlungen über littera-rische Tagesfragen und stand auch hierbei der Regel nach inOpposition mit der herrschenden Geschmacksrichtung und derTagesmeinung.

Der hervorragendste und wirkungsreichste Schriftsteller unterden protestantischen Flüchtlingen war Pierre Bahle. Ge-boren in hugenottischer Familie am 18. Noveniber 1647 zuCarlat, besuchte er das College zu Toulouse und ließ sich infrüher Jugend durch die Beredsamkeit der Jesuiten bewegen,zum Katholizismus überzutreten. Aber da er kein Konvertit ge-wöhnlichen Schlags war und die von den Vatern der GesellschaftJesu niederdisputierten Zweifel alsbald wieder erwachten, sotrat der junge Gelehrte zur Religion seiner Vater zurück, stu-dierte, wie die meisten französischen Protestanten, einige Jahrehindurch zu Genf, bekleidete eine Erzieherstelle zu Rouen underhielt schließlich den Lehrstuhl der Philosophie an der Akademiezu Sedan, einer der drei Akademien, welche die französischen Pro-testanten unterhielten. Noch vor der eigentlichen Vertreibungder Hugenotten, aber nach der gewaltsamen Aufhebung der Aka-demie in sicherer Voraussicht derselben nahm Bayle 1681 einenRuf an das Gymnasium illustre nach Rotterdam an, wo er bis1603 lehrend und, nachdem er auch seines holländischen Lehr-amts beraubt worden war, bis zu seinem am 28. Dezember 1706erfolgten Tod schreibend unermüdlich thätig war. Seine Haupt-

Stern, Geschichte der neuern Litteratur. IV. 13