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Vierter Band
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Himdertundneuntes Kapitel.

um eine in der Sprache übertriebenster, ungesundester GalanteriegehalteneLiebesintrige mit romantischem Anfing, durch abenteuer-liche Hindernisse pikanter gemacht, mit Schlachten, Aufruhr,Geistererscheinungen und Gespensterspuk aufgeputzt. Die Hand-lung verläuft ohne alle dramatische Verknüpfung und Steige-rung, die Charakteristik erscheint marionettenhaft-äußerlich, dieSprache rhetorisch aufgebauscht und dennoch schwächlich undschwunglos; der Hauptvorzug ist vom Dichter in die Reime ge-setzt. Denn während Drhden sich um diese Zeit noch gegen dieRegelmäßigkeit des französischen Theaters verwahrte und kritischsogar für Shakespeare in die Schranken zu treten versuchte, er-blickte er doch im Reim der französischen Tragödie einen außer-ordentlichen Kunstfortschritt und bemühte sich, mit paarweise ge-reimten fünffüßigen Jamben den Wirkungen des Alexandrinersgleichzukommen.

Eine zweite Gruppe von Drydenschen Dramen gehörte denachtziger und neunziger Jahren des 17. Jahrhunderts an. Jetzthatte der Dichter, gegen dessen gereimte heroische Tragödie in-zwischen die schärfsten Pfeile des Spottes (namentlich in derPosse „Die Schauspielprobe") gerichtet worden waren, sich über-zeugt, daß die Regelmäßigkeit und Einheitlichkeit der Handlungnicht zu verwerfen, sondern zu erstreben sei, während sich gegenden Reim im englischen Drama allerdings wesentliche Beden-ken erheben ließen. Er versuchte sich nun sogar in einem inProsa geschriebenen Drama: „Amboyna" or rr>s

cruslt^ ok tbs vutob to tbs vliglisü raercliÄrNs", London 1691),einem Originalstück mit tendenziös patriotischer antienglischerTendenz, schrieb in ungereimten Blankversen seine regelmäßigstenund verhältnismäßig erträglichsten Stücke: „Der Herzog vonGuise" („Mio äutrs okduiss", London 1683) und „Dom Se-bastian" („vorn LelmsUan, kinA ok UortuKLl", ebendas. 1691),die sich vorübergehender Erfolge erfreuten. Drydens Lustspiele,von denen nur „Die Heirat nach der Mode" („Mw insrULAsä ta moäo", London 1673), „Die Liebe im Nonnenkloster"(„4,ovs in 8. numisr^, ebendas. 1673) genannt sein mögen, ge-hörten zu den frechst unsittlichen, aber nicht zu den geschicktestenihrer Zeit und erwiesen die Unzulänglichkeit der dramatischenBegabung im Grund noch stärker als die rhetorischen Tra-gödien.

Unter den verschiedenen Poeten, deren in Drydens Gedicht