Band 
Vierter Band
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Die englische Litteratur der Restaurationsepoche,

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einige seiner Stücke sind bestimmten französischen Originalengeradezu nachgebildet, aber immer auf englischen Schauplatzübertragen.

George Farquhar war 1678 zu Londonderry in Irlandgeboren, studierte zu Dublin, ward von der Universität wegeneiner unbesonnenen gotteslästerlichen Äußerung relegiert, gingzum Theater, das er bald wieder verließ, erhielt 1696 eineOffiziersstelle, die er 1706 aus Not verkaufen mußte, und starbEnde April 1707 zu London. Ein entschiedenes, in seiner Weisegroßes Talent, hat Farquhar in seinen „Werken" (,,1'bs vorllsok o. IHqiiliui- bzs llsigb Hunt", London 18-10), welche aus-schließlich aus Lustspielen bestehen, den leichtfertig-übermütigenGeist und Ton bewahrt, welcher die Restaurationsperiode vollbeherrscht hatte, zu seiner Zeit aber von verschiedenen bekämpftward. Für den poetisch-militärischen Abenteurer ward das Buch„Blick auf die Sittenlosigkeit und Gottlosigkeit der englischenBühne", mit welchem der nichtschwörende Geistliche und jako-bitische Parteigänger Jeremy Collier 1698 das Theater undseine beliebtesten Schriftsteller angegriffen hatte, lediglich einAnreiz, alle jene getadelten Mittel komischer Unterhaltung aufsneue ins Gefecht zu führen. Von den Lustspieldichtern der ZeitKarls II. unterscheidet sich Farquhar nach unsrer Empfindunglediglich dadurch, daß seine Wüstlinge gutmütiger, liebenswür-diger und feine leichtfertigen Damen anmutiger und minderherausfordernd sind als die Gestalten Wicherleys. Gleich daserste Stück: „Die Liebe und die Flasche" („Uovs nuck s,bettle"), noch mehr das darauf folgende: „Das treue Paar"i(„llbe eoustalit ocmpls"), mit der prächtigen Figur des übermüti-gen Harry Wildain, reihten ihren Verfasser unter die erstenBühnendichter Englands. Von den übrigen Komödien: „DiePostkutsche" (,,'lbs stLAs-eoavb"), „Die Zwillingsriva-len"(„1Rs trvin rivals"), ,,D er W erbeofsizier" (,,'übs rserut-tiiiAolliLM-') und „DieKriegslist der Schönen"(„Nütz be.MxLtrntnZLin"), sind die beiden letztgenannten die vorzüglichern, siehaben ganz den kecken Übermut und die überaus lebendige Füh-rung der Handlung, die scharfe Lebensbeobachtung, welche dieErstlingswerke auszeichneten. Übrigens gibt Farquhar in derVorrede zu seinen „llrvin rivals" den bemerkenswerten Wink,

i Von Schröder in seinem „Ring" frei bearbeitet-

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