Band 
Vierter Band
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Die englische Litteratur der RestanratioiiSrpoche.

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wieder zu beleben und selbständig weiter zu entwickeln. DieBearbeitungen sranzösischer Stücke wurden stets zahlreicher;in erster Linie stand hierbei natürlich Moliere, aber auchStücke von Scarron, Dancourt, Regnard, Boursault wurdenberücksichtigt. Man kann nicht einmal sagen, daß die Erfindungs-kraft der englischen Dichter etwa in der Weise dürftig und ge-lähmt gewesen wäre wie die der deutschen Poeten in der erstenHälfte des 18. Jahrhunderts. Aber die Technik und der ein-heitliche Stil der französischen Autoren mußten einem Poetenge-schlecht imponieren, das ohne eigne starke Empfindungen (dieeinzige Leidenschaft des Hasses gegen puritanische Heuchelei undstrenge Sittenzucht ausgenommen) nach dem Neuen und beson-ders Wirksamen trachtete. Auch in die unzweifelhaft dem eng-lischen Leben entstammenden Komödien wurden einzelne Motive,Situationen und Gestalten aus französischen herübergenommen;vor allem aber suchte man die kunstvolle Anlage und die Füh-rung der Handlung den Franzosen abzulauschen und im Dialogmit den blitzenden Einfällen und geistreichen Wendungen desfranzösischen Lustspiels zu wetteifern. Die Forderung, daß dieHandlung in der Zeit der Darstellung vor sich gehen sollte,wurde theoretisch anerkannt, und es waltet ein sichtbares Bestre-ben ob, sich diesem dem englischen Drama völlig neuen Zwangzu fügen. Doch so, wie man aus der Eleganz oft genug in dieDerbheit altenglischer Sittenschilderung zurückfiel, so riß auchirgend ein guter Einfall die Lustspieldichter über die Voraus-setzung der Zeiteinheit hinaus. Es lagen eben überall die Ele-mente der alten heimischen und einer neuen importierten Bil-dung in Streit, und die komische Bühne blieb auch in diesen:Betracht ebenso wie für die modische Frechheit und Sittenlosig-keit der Spiegel der Wirklichkeit.

Rascher und entschiedener entwickelten sich die Abhängigkeitvon: französischen Klassizismus und die unbedingte Herüber-nahme der Ideale desselben auf dem Gebiet der Tragödie, aufwelchem Dryden noch bei Lebzeiten Nachfolger hatte, die ihnrasch überflügelten. Die schwankende Haltung Drhdens zwi-schen einem romantisch-heroischen Drama, dem gewisse Vorzügeder altnationalen Dramatik zu eigen, und einer direkten Nach-bildung der französischen Tragödie, an der zunächst und vorallem der Reim imponierte, teilte Drhdens begabtester Schülerund im Anfang seiner litterarischen Laufbahn Drhdens Mit-