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Vierter Band
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Die französische Schule in der englischen Dichtung.

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teils durch Selbststudium erwerben und fördern und sah sichvon Haus aus von beinahe allen Berusszweigen, denen seinkränklicher, mißgestalteter Körper gewachsen gewesen wäre, aus-geschlossen. Er zeigte sich bei seltener Frühreife des Geistes vonleidenschaftlichem Ehrgeiz erfüllt und betrat die litterarischeLaufbahn als den einzigen Weg zu Ehren und Auszeichnungen,der ihm offen stand. Nachdem er mit 14 Jahren in poeUscheuÜbersetzungen aus Stativs und Ovid und mit 16 Jahren mitfeinen „Hirtengedichten" das glänzende Formtalent, welches ihnunter den Poeten seiner Zeit auszeichnete, an den Tag gelegthatte, erwarb er sich zahlreiche und vornehme Gönner. Er faßteunablässig ebenso die begünstigte Lage der großen französischenSchriftsteller wie die Leistungen der französischen Litteratur insAuge und beschloß, sich in eine ähnliche persönliche Unabhängig-keit zu versetzen, wie die seines Vorbilds Boileau gewesen war.Der Ruhm, welchen ihm feine Dichtungen: „Windsorforst", „DerTempel des Ruhms", das kleine satirische Gedicht „Der Locken-raub" und der „Versuch über die Kritik" verschafften, ward seinemVorhaben um so mehr förderlich, als das Zeitalter der KöniginAnna sich überhaupt als ein goldnes für die englischen Schrift-steller erwies. So gelang es Pope, hinreichendes Interesse fürdie von ihm unternommene Übersetzung der „Alias" zu erweckenund durch Subskription eine Summe von 8000 Pfund Sterling zuerwerben. Da er später auch etwas väterliches Vermögen ererbte,wurde er inden Stand gesetzt, einen Landsitz in Twickenham bei Lon-don zu kaufen und fortan als unabhängiger Gentleman in denKreisen der besten Gesellschaft zu Verkehren. DieFührer beider po-litischen Parteien, welchesich eben aufs heftigste befehdeten, liehendem Unternehmen der Homer-Übertragung ihre Unterstützung undlegten damit Pope noch einige Jahre hindurch vorsichtige Zurück-haltung seiner politischen Gesinnungen auf, welche natürlichtoryistifche waren. Nach dem Tod König Georgs I. verband ersichmitSwift und Arbuthnot zur Herausgabe der „Miscellaneen"und erschien überhaupt mehr in das öffentliche Leben verflochtenals in seiner „spezifisch metrischen" Jugend. Einfluß auf seinespätere Haltung gewann vor allen der geistreich-skeptische Bo-lingbroke, mit dessen Ideen er sich ebenso befreundete, wie Bo-lingbroke seinerseits Interesse an der Poesie Popes nahm. —Die Angriffe, welche er von feiten politischer und litterarischerGegner erfuhr, zahlte er mit unbarmherzigem Hohn in dem fati-