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HundertmidzehnteZ Kapitel.
Carvel" und „Protogenes und Apelles" zeichnen sich durch einegewisse Zierlichkeit und Leichtfertigkeit zugleich aus, wie sie denpoetischen Erzählungen Lasvntaines eigentümlich sind.
Eine besondere Stellung unter den Poeten im französischenGeschmack nahm Popes Freund John Gay ein. 1688 zuBarnstaple in Devonshire geboren, ward er zum Kaufmann be-stimmt, zeigte aber früh schöngeistige Neigungen und trat in dieLitteratur, worauf es ihm an den im „goldnen Zeitalter" üb-lichen Belohnungen nicht fehlte. Der Seidenhändlerkommiswurde Sekretär der Herzogin von Monmouth, 1713 Sekretärdes Carls von Clarendon, welcher als britischer Gesandter inHannover fungierte. Nach seiner Rückkehr nach England gaber seine „Gedichte" („UosE", London 1720) mit glänzendemErfolg aus Subskription heraus , verlor aber die damit gewon-nene Summe im Südseeschwindel, erfuhr auch sonst mancherleiEnttäuschungen, erfreute sich aber dafür in den zwanziger Jah-ren ungewöhnlicher litterarischer Erfolge. Seine „Bettlersoper"ward mit rauschendem Beifall 63mal nacheinander gegeben,seine „Fabeln" wurden rasch eins der beliebtesten Bücher. Nachseinem frühen, am 4. Dezember 1732 zu London erfolgten Todward noch ein zweiter Teil seiner „Fabeln" veröffentlicht. DieDichtungen Gays („lootioal vorbs", London 1722; neueste Aus-gabe von Owen, ebendas. 1854), obschon den Popeschen mannig-fach verwandt, zeichnen sich doch durch einen fröhlichern Grund-ton , eine leichte Heiterkeit aus, sie klingen mehr an Lafontaineals an Boileaü an. Namentlich die „Fabeln"(„leblos"; ersterDruck, London 1726 und 1733; neueste Ausgabe von Owen1871) bewähren eine humoristische Natürlichkeit, welche sichauch in der satirisch-burlesken „Bettlersoper" („UsZ-Mi-'sOpera", erster Druck 1728) geltend machte und welche die italie-nische Oper parodierte, nebenher aber durch pikante Anspielungenauf Tages- und Zeitereignisse, auf gewisse Sitten oder vielmehrUnsitten der Gesellschaft eine ungeheure Wirkung erzielte. Un-verkennbar regte sich in der „Bettlersoper" eine Verwandtschaftmit der gleichzeitig von Lesage und seinen Genossen gepfleg-ten französischen komischen Oper und Vaudevilleburleske. Undwie sich die französischen Poeten für diesen Zweck der altenChansons und Schlemperweifen bedienten, griff auch Gay aufVolkslieder, Spottweisen und Straßenbälladen zurück. Einenbesondern Reiz hat Gays Gedicht „Die Schäferwoche" („'1b«