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Vierter Band
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Die französische Schule in der deutsche» Dichtung.

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eine Vermittelung zwischen der seither geltenden poetischenWeiseund dem heranbringenden Klassizismus zu finden, auch inDeutschland eine Zeitlang ohne wesentlich bessern Erfolg unter-nommen ward.

Der Beginn der Opposition gegen den Lohensteinianismnsfiel, wie bereits früher angedeutet worden ist (vgl. Bd. 3, S.347), noch ins letzte Jahrzehnt des 17. wie ins erste des 18.Jahrhunderts. An der Spitze der Gegenbewegung gegen dieHerrschast des Schwulstes stand der vielgenannte poetischeSchulrektor von Zittau, Christian Weise. Geboren am 30.April 1642 zu Zittau in der Oberlausitz, studierte Weise inLeipzig, begann noch auf der Universität seine litterarische Lauf-bahn mit „Überflüssigen Gedanken der grünenden Jugend",wirkte seit 1670 als Prosessor der „Politik" (der besondernPädagogik des 17. Jahrhunderts) am Gymnasium zu Weißen-fels, ward 1678 zum Rektor des Gymnasiums seiner Vaterstadtberufen und starb als solcher am 21. Oktober 1708 in Zittau.Weises Ruf gründet sich hauptsächlich darauf, daß er der letztegewesen, der die deutsche Schulkomödie mit Erfolg gepflegt.Indessen reichte seine Bedeutung über das tapfere und für seineLebenszeit wenigstens erfolgreiche Eintreten für eine zu Endegehende Sache jedenfalls hinaus. Weise suchte als Lyriker, Ro-manschriftsteller und Dramatiker den Stil der schlesischen Schulezu bekämpfen und zu verdrängen und das natürliche oder viel-mehr das, was er für natürlich hielt, an die Stelle der Lohen-steinschen Überstiegenheit zu setzen. Er war der erste, welcherhierbei, da nun einmal an eine völlig selbständige Leistung imdamaligen Deutschland nicht gedacht wurde, die Franzosen alsMuster ins Auge faßte und für seine Neigung zu verständigerReflexion und didaktischer Rhetorik bei ihnen verwandte Zügezu entdecken glaubte. In Weises Poesie überwog eine seltsameMischung von weltmännischer Bildung und Schulpedantismus,poetische Stimmung und Anschauung waren nur in sehr gerin-gem Maß vorhanden. Daher erscheinen seine lyrischen Gedichte:„Überflüssige Gedanken der grünenden Jugend" (Leip-zig 1668), „Notwendige Gedanken der grünenden Ju-gend" (ebendas. 1675), „Reise Gedanken, d. i. allerhandEhren-, Lust-, Trauer- und Lehrgedichte" (ebendas.1683), „Gottergebene Gedanken" (Dresden1703), zu denenman auch noch die „Zittauischen Rosen bei dem Helden-