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Vierter Band
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Hundertmidelste- Kapitel.

grab JohannGeorgslll." (Leipzig 1692) hinzurechnen kann,uns Nachlebenden oft komisch, auch wo sie ernst gemeint sind,beinahe immer aber trivial. Die sächsische Redseligkeit und dieplatte Nüchternheit der Empfindung Paaren sich mit einer inihrer Art gewandten Verifikation, die durchaus unerfreulichwirkt und nachmals das Borbild der poetischen Trivialität zahl-reicher Landsleute Weises ward. Seine Romane: „Die dreiHauptverderber in Deutschland" (Leipzig 1671), „Diedrei ärgsten Erznarren in der ganzen Welt" (ebendas.1672) und „Die drei klügsten Leute in der ganzen Welt"(ebendas. 1673), „Der politische Näscher" (von R. I. O.,ebendas. 1676) haben eine moralisierende Tendenz. Weise selbstbetrachtete Romane als „zierliche Apothekerbüchsen", aus denendie Tugend der „kitzlichen und neubegierigen Welt" beigebrachtwerden könne. Der Leser „meint über etliche Possen zu lachen undsieht, was ein Mensch bedarf, wenn er nicht will zum Gelächterwerden. Er denkt Zucker zu lecken und schluckt die Arznei mit indie Seele hinein; er sucht einen Komödianten und kommt auseiner philosophischen Schule zurück." Diese moralisierende Ten-denz schließt jedoch die zeit- und landesübliche Roheit so wenigaus wie die Pedanterie, welche beide die Weiseschen Romaneerfüllen. Seine Hauptthätigkeit setzte der Dichter indes anjene große Folge dramatischer Dichtungen, die er unter allge-meiner Teilnahme seiner Vaterstadt von den Schülern seinesGymnasiums bei jährlich und öfter wiederholten Festen zurDarstellung bringen ließ. Diese Aufführungen scheinen mit den:Jahr 1679 und der Tragödie „Der gestürzte Markgrafvon Ancre" (erster Druck, o. O. sZittaus 1679) und dem Lust-spiel „Bäurischer Machiavellus" (Leipzig 1681) begonnenzu haben. Die Stoffe seiner Tragödien und Komödien wählteWeise noch mit Vorliebe aus der biblischen Geschichte („DieTochter Jephthas", „Die Opferung Jsaaks", „Jakobs doppelteHeirat", „Vorn verfolgten David", „Naboths Weinberg", „Esauund Jakob" u. a.), während er doch keineswegs verschmähte, auchdie neuere Geschichte und selbst diejenige seines eignen Jahr-hunderts („Masaniello", „Der Fall des französischen Marschallsvon Biron") zu benutzen. Eine große Reihe seiner Stücke blie-ben ungedruckt, einige wurden in besondern Abdrücken, andredurch die Sammlungen: „Zittauisches Theatrum" (Zittau1683), „Der freimütige Redner" (Leipzig 1693) und die