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Vierter Band
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Hundertundvierzehntes Kapitel.

wegte, war Englands bedeutendster und frivolster Lustspieldichter,William Congreve, waren Arbuthnot und Pope diejenigen, zudenen er sich am meisten hingezogen fühlte. Aber auch mitAddison, Gay und Steele hatte er in dieser Zeit herzlichen Ver-kehr, ihre Zusammenkünfte in Buttons Kaffeehaus spielten nochein Halbjahrhundert später in den Erinnerungen alter Herreneine glänzende Rolle. Die,,Bücherschlacht" und das „Tonnen-märchen" erschienen und verschafften in rascher Verbreitung Swistden Ruf eines der geistreichsten Autoren. Aber während ihn diePublikation auf der einen Seite förderte, hemmte sie ihn aufder andern. Swift leistete während der folgenden Jahre derWhigpartei so wesentliche Dienste, daß er die Erfüllung seinesheißesten Wunsches: ein Bistum, den Eintritt ins Oberhausund eine große politisch-parlamentarische Wirksamkeit zu erhal-ten, von ihr wohl erwarten durfte. Aber hier ward eben „DasMärchen von der Tonne" ein schweres Hindernis. Es ist nichtzu bezweifeln, daß in den Jahren 1704— 1709, je mehr dieRegierung eine reine Whigregierung wurde, der SchatzmeisterGodolphin und der Lordpräsident Somers mehr als einen Ver-such machten, die Königin zur Erteilung eines Bistums anSwist zu bewegen. Doch die beschränkte, im ganzen unselbstän-dige, in Einzelheiten hartnäckige Frau hatte eine starke Abnei-gung gegen den geistvollen Spötter des „Tonnenmärchens" gefaßt.Swifts witzige Predigten und einzelne satirische Abhandlungen,die in dieser Zeit hervortraten, wie der „Beweis, daß die Ab-schaffung des Christentums bei der gegenwärtigen Sachlage miteinigen Unbequemlichkeiten verknüpft sein würde", brachten ihrkeine bessere Meinung bei. Ja, man mag selbst glauben, daßdie glänzende Art und Weise, in welcher Swist den Kalender-macher John Partridge und seinen astrologischen Unsinn in ver-schiedenen unter dem Namen Jsaak Bickerstaff Esqu. herausge-gebenen Flugschriften an den Pranger stellte, das Mißvergnügender abergläubischen Königin erregte. Somers und seine Freundeunterließen nicht, zu ihrem Schaden auf der andern Seite dasÄußerste einzusetzen. Sie hatten der Königin Anna amEndeMaß-regeln abgerungen, die ihr eben so peinlich waren wie diejenige,Swift zum Bischof zu ernennen oder vorderhand nur (wovon1707 die Rede war) eine Dekanei zu verleihen.

Es war ein unruhiges Kommen und Gehen Swifts zwischenIrland und London in diesen Jahren. Jeder Aufenthalt in Eng-