Band 
Erster Band.
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— wobei manche saure Stunde mich traf (da ich alleinüber den harten Hudelist, in Abwesenheit des Ministersetwas vermochte) — erhielt endlich Frau von Stael fürsich und ihre Reisegenossen die Pässe zur Reise nach Galli-zien, und verläßt Wien am 23. Juni. Ihre Anwesenheithatte diesmal mehr Beschwerde als Genuß für mich gehabt.

Am 1. Juli erhielten wir die Nachricht von der wirk-lichen Eröffnung des Feldzuges, und Napoleons berühmteProklamation vom 22. Juni.

Am 3. begab sich Tettenborn zu seiner neuen Be-stimmung nach Rußland, voll Dank und Zufriedenheit fürdie von mir ihm geleisteten treuen Dienste. — An ebendem Tage war ich in Gefahr an einem kleinen Hühner-knochen zu ersticken, der mir (bei King am Tische) in derKehle stecken blieb. Dieser Zufall hat mich länger als achtTage nicht wenig gequält und beunruhigt.

(Blos in Hinsicht auf spätere Zeiten kann ich hier nichtunbemerkt lassen, daß ich am 6. Juli zum erstenmaleWeinhaus sah — am Orte wo ich nachher so einheimischgeworden, und so glücklich gewesen bin, und wo damalsdie Gräfin Lanckoronska das Hartig'sche Haus be-wohnte.)

Adam Müller und Pilat, mit welchen ich bereitsin einem sehr thätigen Geschäftszuge stand, hatten eineSommer-Wohnung in Heiligenstadt, wo auch FriedrichSchlegel mit seiner Frau sich befand, und wo ich siemehreremale besuchte.

Der Krieg hatte eine für Rußland höchst bedenklicheWendung genommen. Graf Stackelberg schickte sich zurAbreise von Wien an; Lebzeitern kam von Petersburgzurück.

Am 26. Juli war eine große Feuersbrunst in Baden,