Band 
Erster Band.
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wo die Metternich'sche Familie wohnte. Graf Metter-wich traf eben (von seiner langen Abwesenheit) in Wienein, und mußte sich sofort nach Baden begeben.

Am folgenden Tage hatte ich ein langes Gespräch mitGraf Metternich, den ich äußerst ruhig und heiter fand.

Er ließ sich, ungeachtet des Brandes, in Baden nieder,welches auch der Kaiser that. Ich hatte die Idee michnach England senden zu laffen, die Graf Metternich eineZeitlang zu begünstigen schien.

Die Fürstin Bagration hatte sich in Höflein, einemkleinen Bade, eine Stunde von Eisenstedt etablirt. Schonfrüher hatte ich dort einen kurzen Besuch abgestattet. Vom5. bis 12 . August wohnte ich bei ihr; nahm mehrere Bä-der, machte mit der Fürstin (deren Vertrauter ich mehr alsje geworden war) die angenehmsten Spazierfahrten nachEisenstedt und anderen Orten, und brachte viele vergnügteStunden in Höflein zu. Den Fürsten Esterhazy, derau einer (allerdings sehr verführerischen) Russin großesWohlgefallen fand, sahen wir alle Tage. Fräulein Ma-rassi, der Fürstin Gesellschafts-Dame (später mit einempiemontesischen General verheirathet) war mir ihrer treff-lichen Eigenschaften wegen ebenfalls eine werthe Gesell-schaft. — Der französische Maler Jsabey befand sich da-mals in Eisenstedt, und wurde sehr von uns karessirt.

Später im August war ich 8 oder 10 Tage in Baden,wo auch der Graf Metternich sich befand, und die Neuig-keiten vom russischen Feldzuge uns in immerwährender Be-wegung erhielten.

Humboldt, Schulenburg, Graf Christian Bern-st orff (damals dänischer Gesandter in Wien) sah ich täg-lich. Viele Abende versammelte man sich bei der GräfinCarneville (gebornen Lichnowsky), wo eine sehr inter-