Band 
Vierter Band.
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Sprache. Der Fürst gab mir aber die Petersburger Ex-pedition vom 29. Oktober mit, die ich zu Hause mit großerAufmerksamkeit las. — Nachmittag und Abends schrieb icheinige Depeschen, und las einige Artikel im Quarterly-Review. — Ich war unzufrieden mit meinem Zustande;ein Gefühl großer Abspannung und allgemeiner Unlustverfolgt mich unablässig; und da der Grund davon nichtin meinem Gemüth liegen kann, weil mir durchaus nichtsUnangenehmes begegnet, vielmehr seit Jahren alles nachWunsch gegangen ist, so läßt es sich nur durch körperlicheAnomalien erklären. Von Schmerzen bin ich seit der Rück-kehr aus Gastein beinahe ganz frei. Quaeritur: Was trägtsich sonst in mir zu? Woher kömmt, und was verkündetdiese unbesiegbare Hypochondrie?

Den 19., Sonnabend. Um halb 10 Uhr zum Fürsten;ein kurzer Besuch, da er zum Kaiser ging. — Hieraufmeine Expeditionen nach Bucarest, Hermannstadt, Konstan-tinopel für diesen Abend vollendet. — Um 8 Uhr BaronMünch, mit welchem ich in's Burgtheater fuhr, wo Pre-ciosa, ein Stück, an dem ich mich nicht erbaute, gegebenward, die Erscheinung des Kaisers und der Kaiserinaber ein lebhaftes Intermezzo herbeiführte. — Um halb9 Uhr nach Hause. — Um 9 Uhr zu Bette, und eine sehrgute Nacht.

Den 20., Sonntag. Ich fuhr um halb 10 zum Fürsten,und war so glücklich, eine für mich sehr interessante Sache(das Gesuch des Banquier Meitani zu Bucarest um einBaronatsdiplom) ganz nach meinem Wunsch aufgenommenund eingeleitet zu sehen. Gern ließ ich mich nun ein paarStunden lang über ungarische Landtags-Angelegenheiten'belehren. — Um halb 1 zu Hause. Besuch von FürstHatzfeldt, von Graf Silva, von Oberst Melden. —