Band 
Vierter Band.
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dem Tage zu Ehren meine Wohnung mit einiger Sorgfaltbeleuchten lassen. Der Brasilianer kam während der Zeitzu mir und ich unterhielt mich anderthalb Stunden mitihm. Dann las ich bis 10 Uhr, und hatte eine vortreff-liche Nacht, gleich als ob nichts Besonderes vorgefallenwäre.

Den 10., Montag. Ich nahm heute das bereits vormehreren Tagen von Türkheim empfohlene Mittel, wel-ches auch seine gute Wirkung that; und schritt zu Ein-reibungen mit Opodeldoc. Ich ging nicht aus, und befandmich den ganzen Tag über vollkommen wohl, und sehrguten Muthes. Seit gestern war Sommerwetter einge-treten ; heute Nachmittag und gegen Abend zogen auf allenSeiten Gewitter umher, die uns aber kaum einige Regen-tropfen brachten. Ich hatte Besuche von Baron Hormayr;langes Gespräch mit Graf Clam, der gestern von Pragzurückgekehrt war. Um 5 Uhr nahm ich ein geringesMittagessen, wobei Pilat mir Gesellschaft leistete; späterkam Baron Türkheim, der mich abermals über meinenZustand sehr beruhigte. Las und schrieb bis 10 Uhr, undhatte wieder eine- sehr gute Nacht.

Dm 11., Dienstag. Nach dem Frühstück hatte ich einensehr leichten und kurzen Anfall, befand mich aber denübrigen Tag sehr wohl. Die Lust war nach den gestrigenGewittern abgekühlt. Ich gab daher das Vorhaben, nachWeinhaus zu fahren, auf. — Von halb 12 bis halb 1 Uhrwar ich beim Fürsten, zugleich mit dem Erzherzog Ferdi-nand und Fürst Hatzfeldt, wo dann über die neuen Er-scheinungen zu Petersburg viel gesprochen ward. — Gegen2 Uhr kam die Gräfin Wrbna zu mir, und blieb bishalb 4 Uhr. — Nachmittag und Abends war ich mannich-faltig beschäftigt, und hatte eine gute Nacht.