Band 
Vierter Band.
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Ich fuhr um 12 Uhr zum Fürsten, las ihm meine Arbeit,und verließ ihn völlig beruhigt. — Von halb 2 bis halb4 Uhr hatte ich ein für meine Verhältnisse in Bucarestwichtiges Gespräch mit Bel io. — Nachmittags Besuch vonGraf Strassoldo aus Mailand.

Den 2., Dienstag. Ich erwachte um 5 Uhr, und fingdiesen meinen Geburtstag — den ich in mehr als einerRücksicht als einen wichtigen Losungstag für meine nochübrigen Lebensjahre betrachte — in sehr heiterer Stimmungan; frei von Schmerzen; voll Vertrauen auf glückliche Ent-wickelung aller dunkeln Punkte der nächsten Zukunft! Dieseguten Auspicien dauerten auch, obgleich das Wetter nichtviel besser war, als in den vorigen Tagen, bis 4 Uhr fort.Vom Ausgehen war ich dispensirt; mit Kavanagh hatteich ein interessantes Gespräch von einigen Stunden. — Um4 Uhr änderte sich plötzlich die Szene. Ein fataler Briefdes Fürsten Esterhazy, eine höchst intempestive Mahnungan eine alte Schuld, trübte meinen inneren Horizont. —Indessen begab ich mich um 5 Uhr zum englischen Bot-schafter, aß mit ihm totv-à-tâto, und ward bald gesprä-chig wie immer. — Dann schrieb ich bis 8 Uhr, und hattevon 8 bis 10 Uhr Graf Schulenburg bei mir. — DieNacht ließ sich anfänglich etwas schlaflos an, ward abernachher vortrefflich. — Also — bona mixta malis — schiendas Programm des Jahres zu sein.

Den 3., Mittwoch. Bereits um halb 9 Uhr fuhr ichzum Fürsten Esterhazy; und in wenig Minuten war allesauf's glücklichste überstanden. Ich sah bei ihm Mad. Play-den (die durch den Fries'schen Bankerott 100,000 Guldenverliert), und den mir oft genannten Hofrath Si va. Sehrfroh kehrte ich um 10 Uhr zurück, und fuhr um 12 zumFürsten, bei welchem ich mich bis 2 Uhr aufhielt. Dann