Band 
Vierter Band.
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Den 7 m Sonntag. Arbeiten in Bezug auf eine in denheutigen Diskussionen wichtige Frage (die der asiatischenFestungen). Von der Staatskanzlei machte ich mich glück-lich los, und fuhr um halb 2 nach Weinhaus, wo icheinige sehr angenehme, ruhige Stunden zubrachte. — Aßdarauf mit sehr gutem Appetit. Nachmittag und Abendwurden mir freilich wieder geraubt, indem ich hintereinan-der Besuche von Clam, Graf Lützow, Graf Rezenda,Hülsemann und Graf Schulenburg annehmen mußte,welches niich denn gerade bis 10 Uhr führte. — DieseNacht hatte ich (nach langem Ausbleiben) wieder den alp-drückenden Traum von Verirrung in fremden Straßen, derheute aber mit ganz besonderer Stärke endigte.

Den 8.^ Montag. Diesen Morgen wurde ich durch einenunerwarteten Brief, und ein höchst unerwartetes Geschenküberrascht. Seit langer Zeit hatte nichts mich so sehrgefreut. Ich fuhr um 11 Uhr zum Fürsten. — Auchhier fand ein angenehmes Ereigniß statt. In einer kurzenViertelstunde ward, und zwar völlig nach meinen Wün-schen, die ganze Petersburger Gesandtschaft, und manchesandere, was damit zusammenhängt, fixirt (folglichLützow,der Prinz Philipp, Baiser, der junge Stahl rc. kon-tentirt). — Um 3 Uhr kam Fürst Esterhazh, und aß mitmir tête-à-tête, ging um halb 6 Uhr. Den ganzen Abendverwendete ich auf das alte Stürmer'sche Mémoire über diefrüheren Negotiationen zwischen Rußland und der Pforte.Um 10 Uhr zu Bette.

Den 9., Dienstag. Baron Belio. — Zwei Stundenmit Oberst Kavanagh. Von 12 bis 3 Uhr, erst mit demFürsten, dann mit Baron Stürmer. — Nachmittags anNoten zu einer russischen Depesche gearbeitet. Besuch vonGeneral Tettenborn, und Hofkanzler Stahl, der mir