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ruhig und schmerzhaft; von Mitternacht aber bis 5 Uhrsehr guter Schlaf.
Den 18., Dienstag. Gegen 11 Uhr kam der ChirurgusKenzinger heraus, und ich ließ eine zweite Schröpf-operation über mich ergehen; nachher Baron Belio. —Später Besuch von Baron Maltzan, preußischem Geschäfts-träger, Graf Merveldt, Hofrath Wacken. Um 9 Uhrzu Bette. Zuletzt Baron Türkheim, der sich mit rechtliebreicher Sorgfalt nach meinem Befinden erkundigte. Diegewöhnlichen Schmerzen waren heute geringer; aber ichkonnte vor 12 Uhr nicht einschlafen, und beschäftigte michdaher lieber, als den Schlaf zu erzwingen, mit Journal-lektüren.
Den 19., Mittwoch. Ein äußerst ruhiger Tag, wo ichauch ganz ohne Besucher blieb. Vormittags schrieb ich sehrlange Briefe an Ottenfels, mit welchen ich erst gegen3 Uhr fertig war. Dann schickte ich meine türkische Ex-pedition in die Stadt. Den ganzen Nachmittag und Abendwidmete ich der Lektüre der Selbstbiographie des Dr. Feh-ler, die mich von mehreren Seiten sehr interessirte. Um10 Uhr zu Bette, und die Nacht war gut.
Den 20., Donnerstag. Ein sehr schöner Tag, wie dennüberhaupt seit 14 Tagen das Wetter vortrefflich ist. —Ich erhielt eine Aufforderung von Wacken, in die Stadtzu kommen, um von den Depeschen eines aus Paris ge-kommenen Kouriers Kenntniß zu nehmen, lehnte sie aberab. — Zu Mittage hielt ich ein ganz kleines Mahl mitSchulenburg, der Gräfin Gallenberg und ihrer Toch-ter. — Inzwischen war die Wellesley'sche Familie vonihren Reisen zurückgekommen; ich machte um halb 8 derLady einen Besuch, und wurde sehr freundlich empfangen.— Ging um 9 Uhr zu Bette, und hatte eine sehr gute