Band 
Vierter Band.
JPEG-Download
 

204

mehreren Stellen, und kurz vor Strengberg kündigte sichschon der Regen an. — Ich ging hier bald nach 8 Uhrzu Bette. Als ich um 11 Uhr erwachte, hörte ich Donner,der ungefähr eine halbe Stunde lang anhielt. — UmMitternacht schlief ich wieder ein, und die übrige Nachtsehr gut.

Den 23., Mittwoch. Diesen Morgen vernahm ich mitBetrübniß, daß das Kind eine üble Nacht gehabt, und daßder Husten bestimmt den Karakter eines Krampfhustens an-nahm. Das Wetter war trübe, und schien mir ziemlichkühl, so daß auch die drei Stationen bis Wels recht leid-lich zurückgelegt wurden. In Wels nach 2 Uhr bemerkteich, daß die Sonne gewaltig stach, daß wahrscheinlich Ge-witter im Anzug waren. War. es das Gefühl der drücken-den Luft, oder irgend eine andere Ursache, ich befand michweit weniger wohl als an den vorigen beiden Tagen.Auch wollte ich einen Arzt wegen des Kindes konsultireu.Ich beschloß daher nicht weiter zu reisen, ließ mir Essenbereiten, und brachte den Rest des Tages in unbehaglicherStimmung zu. Um 8 Uhr aber legte ich mich zu Bette,und hatte abermals eine erwünschte Nacht.

Den 24., Donnerstag. Die Szene änderte sich wieder.Ein prachtvoller, heißer, aber durch kühlen Westwind ge-dämpfter, und wie ich bald erkannte, vollkommen sichererTag. Gleich befand ich mich auch wieder besser, und legtedie vier langen Stationen über Lambach, Vöcklabruck,Frankenmarkt nach Neumarkt, leichter und froher zu-rück als die drei gestrigen. In Neumarkt, wo wir um5 Uhr ankamen, Halt gemacht; das Kind hustete auchheute weniger, und gab mir die besten Hoffnungen. —Ich legte mich um 8 Uhr vergnügt zu Bette, und schliefgut.