Band 
Vierter Band.
JPEG-Download
 

207

und sah niemanden als die häusliche Familie. — Ich be-fand mich nicht ganz wohl, und aß nur mit Widerwillen,ging um 8 zu Bette, und hatte eine gute Nacht.

Den 29., Dienstag. Briefe und Zeitungen aus Wien.

— Um 7 Uhr das zweite Bad. — Das Wetter fing an,sich aufzuklären; ein Unwohlsein, wahrscheinlich bloß dieFolge des ungewohnten Trinkwassers, hielt fast den ganzenTag an. — Ich unternahm heute das mir fest vorgestecktePensum der Revision meiner älteren Journale, und ver-wendete den größten Theil des Tages auf diese Arbeit.Nachmittag machte ich einen langen Besuch bei Frau vonHumboldt, wo ich auch den so eben angekommenenpreußischen General Rühle, nebst seiner Gemahlin sah. —Um 5 Uhr gegessen. Briefe nach Wien geschrieben. Um9 Uhr zu Bette; unruhige Nacht.

Den 30., Mittwoch. Pakete aus Wien, und Schreibenvon Leiden aus London. — Um 7 Uhr das dritte Bad.Nachher die Revisionsarbeit. Besuch von General Rühle.

— Um 3 Uhr nach Böckstein. Um 5 Uhr gegessen. Be-such von Professor Hornschuh aus Greifswalde. — Bishalb 9 gearbeitet. Sehr gute Nacht.

Den 31., Donnerstag. Um 7 Uhr das vierteBad.—Ein sehr angenehmer Tag, bei halbbedecktem Himmel, undmilder Luft. — Gelesen und gearbeitet, bis halb 1 imZimmer, dann auf dem Platze über der Cascade, von2 Uhr an wieder im Zimmer. — Abends Besuch beiRühle's, wo Frau von Humboldt mit ihren Töchternwar. — Um halb 9 zu Bette.