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7 Uhr das zweiundzwanzigste Bad zn nehmen, undhatte keinen Grund, es zu bereuen. Ich erhielt diesenMorgen viele Briefe aus Salzburg, Wien rc.; sie ent-hielten nicht ganz erwünschte politische Neuigkeiten; einBrief von Lebzeltern, zwei aus Moskau (vom PrinzenPhilipp von Hesten, und Bombelles) — gaben Stoffzu allerlei unbeliebigen Gedanken; meine Gemülhsruheward aber keineswegs davon afsizirt. Ich schrieb nachWien, was ich schreiben mußte; machte dem russischenLegationssekretair von Maltitz einen höflichen Besuch, umihm die Ernennung seines Chefs Tatischefs zum Bot-schafter in Wien mitzutheilen, und kehrte zu meinen Stu-dien zurück. Das Wetter war wieder herrlich geworden;ich labte mich ein paar Stunden lang an der herrlichstenSonne; Abends schloß ich meine (wahrscheinlich letzte) Ex-pedition nach Salzburg, las bis gegen 10 Uhr und hatteeine gute Nacht.
Den 21., Donnerstag. Ich nahm um 8 Uhr das drei-undzwanzigste Bad. — Das Wetter war regnicht, undso, daß ich eine Hauptveränderung besorgte; aber baldNachmittag war ich auch dieser Besorgniß ledig. DerHimmel wurde hell, die Luft aber war so kalt (zwischen
8 und 9°), daß ich heute mein Zimmer nicht verlaffentonnte. — Ich setzte daher meine Lektüren und Auszügeungestört fort. Ging um 10 Uhr zu Bette, hatte Anfangsetwas unruhigen, von 4 bis 7 aber sehr guten Schlaf.
Dcn 22., Freitag. Erwachte beim herrlichsten Wetter,und nahm mein vierundzwanzigstes und letztes Bad.Gerade das war von Wien aus mein Augenmerk gewesen.— Noch nie war ich mit einem Aufenthalt in Gastein sodurchaus zufrieden als mit dem jetzigen. Das Bad wirktewohlthätig, und doch ohne allen Ueberreiz, auf mich.