Band 
Vierter Band.
JPEG-Download
 

221

mich Freitag nach der Stadt zu versetzen. — Ich kam gegen5 Uhr zurück; während des Essens fühlte ich eine starkeAnwandlung von Fieber, legte mich zu Bette, hatte Schauerund Hitze, schlief aber bald ein, und schlief, außer wennder Husten mich aufweckte, die ganze Nacht sehr ruhig.

Den 11., Mittwoch. Ich fühlte mich äußerst matt, undkonnte mich den ganzen Tag des Schlafes kaum erwehren,daher ich noch im Bette liegen blieb. Von Essen keineRede. Gegen Abend hatte ich Besuch von Baron Türk-heim, von Kavanagh, und von Sir H. Wellesley. ■—Die Nacht war wieder sehr gut und still.

Den 12., Donnerstag. Diesen Morgen bekam ich Lustdas Bette zu verlassen, und stand um 8 Uhr auf. Eswar ein ganz herrlicher Sommertag, und ich setzte michauf meinen Balkon und sonnte mich dort gegen vierStunden mit wahrem Genuß. Nichts desto weniger warich sehr schwach, und hatte entschiedenen Widerwillen gegenalle Speisen. — Türkheim besuchte mich gegen 5 Uhr;dann war Ad. Müller ein paar Stunden bei mir. Ichhatte wieder eine sehr gute Nacht.

Den 13., Freitag. Stand um 8 Uhr auf, matt, übelaufgelegt, so daß selbst das noch fortdauernde sehr schöneWetter mich nicht reizen konnte. Besuch von Baron Münch;später Besuch von Graf Clam, den ich seit dem auch mirsehr traurigen Tode seines Vaters zum erstenmale sah.Dann erhielt ich verschiedene Kommunikationen aus derStadt, die von Konstantinopel gekommen waren, und Pi-lât brachte persönlich einige Kommunikationen dazu. Um4 Uhr aß ich, fast mit demselben Widerwillen, wie gestern;nur ein paar Weintrauben gingen leicht durch die Kehle.— Legte mich zu Bette, hatte Besuch von Tettenborn,Lebzeltern, und eine unruhige Nacht.