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(jetzige Gubernialsekretair in Prag) Graf Stolberg. —Um 10 Uhr zu Bette.
Den 22., Montag. Ebenfalls ein ruhiger, arbeitsamer,angenehmer Tag, wo mir alles nach Wunsch ging. — Be-suche: Fürst Hatzfeldt, Hofrath Brenner, Huszar. Bis10 Uhr gearbeitet. Sehr gute Nacht.
Den 23., Dienstag. Um 9 Uhr Hofrath Brenner, demich meine Arbeiten über die Handels-Schifffahrts-Gesetzemittheile. Um halb 11 zum Fürsten. Eine lange Sitzungbis 3 Uhr. Vortrag meiner Arbeiten. — Abends umhalb 8 Besuch von Graf Kollowrat (zum Präsidentender Finanz-Sektion im Staatsrath ernannt) — mit wel-chem ich mich bis halb 11 Uhr unterhalte. In der Nachterhob sich der Sturm von neuem, und das Schneegestöberdauerte unausgesetzt fort.
Den 24., Mittwoch. Sehr ruhiger Tag. Der Schneeist allenthalben in einer so unerhörten Tiefe, daß vermuth-lich niemand zu freiwilligen Gängen Lust hat. Ich brachtedaher den ganzen Tag ungestört mit Arbeiten und Lesenzu. — Abends hatte ich Besuche von Pilat und Schu-lenburg.
Den 25., Donnerstag. Dieser Tag war noch ruhigerals der gestrige; ich hatte — welches wirklich notirt wer-den muß — gar keinen Besuch, konnte mich daher sowohlder Arbeit als der freien Lektüre ungestört widmen. Diesgeschah denn auch, und um 10 Uhr ging ich zu Bette.
Den 26., Freitag. Ich ließ mich um halb 11 Uhr zumFürsten tragen, und blieb bei ihm bis 3 Uhr. Währendder Zeit hatte ich einige wichtige Gespräche mit ihm, lasDepeschen aus London und Paris, sah und sprach — Feld-marschall Bellegarde, General Vincent, Graf Lebzel-tern, Caraman, Rothschild; erfuhr daß Fürst Hatzfeldt