250
Februar.
Dm 1 M Donnerstag. Der Besuch des Baron Belio,die Ankunft der türkischen Post, meine Gespräche mit demFürsten, zu welchem ich mich um 10 Uhr begebe, richtenmich wieder auf. — Um 2 Uhr kam ich nach Hause. —Ich hatte ein kleines Diner bei mir, wobei die beidenPrinzessinnen von Kurland, der Herzog von Nassau,der Prinz Philipp von Hessen, Graf Schulenburg undGras Fuchs. Nach dem Essen Besuch von dem (gesternangekommenen) Fürsten Wittgenstein. — Der Abend lagjedoch trübe auf mir. Mit Fürst Hatzfeldt stand es sehrbedenklich. Der alte Floret war Nachmittags um 3 Uhrgestorben. — Ich schrieb bis 10 Uhr, zähe und peinlich,an nichtsbedeutenden Depeschen. Und hatte eine wenigergute Nacht.
Den 2., Freitag. Ich war mit einer Doppel-Expeditionnach Bucarest den ganzen Tag sehr beschäftigt, dabei trübegestimmt, und unzufrieden. Schulenburg brachte mirAbends Nachrichten über den Zustand Hatzfeldt's, die nichtdie erfreulichsten waren, doch, ich weiß nicht wie, michwieder etwas aufrichteten.
Den 3., Sonnabend. Aber es war nur ein Wahn.. Um10 Uhr kam ein Billet von Schulenburg — Hatzfeldthatte in der Nacht geendet. Die tiefste Traurigkeit über-fiel mich. Ich schloß indessen, still und finster, meine tür-kische Expedition, schrieb dann an Werner, sprach mitPilat, Schlegel, und Abends spät Schulenburg.
Den 4., Sonntag. Um 10y 2 zum Fürsten. Lektüre derLondoner Depeschen. — Kurzer, aber sehr heftiger Anfall