262
über die nach London zu ertheilende Instruktion. (Konde-szendenz des Fürsten gegen meine Ansichten und Einwürfe.)Um 12 Uhr nach Hause. Lebhafte Diskussion mit Türk-h eim über meinen Zustand. — Besuch der Gräfin Gallen-berg. Verdrießliche Arbeit an den unseligen Depeschenfür London. — Um 5 Uhr beim englischen Botschafteron famille gegessen. Um 7 Uhr nach Hause. HeftigerBrustkrampf in Gegenwart Müller's, mit welchem ichmich nachher aber bis halb 10 Uhr ruhig unterhalte.
Den 19., Montag. Um 11 Uhr zum Fürsten. Ankunfteiner höchst wichtigen Expedition von Konstantinopel vom7. März. Lebhafte Gespräche und Debatten zwischen demFürsten, Stürmer, Lebzeltern und mir. Um 2 Uhrzu Hause. Qual, die mir die Redaktion einer unverstän-digen und unverständlichen Redaktion zufügt. — Abendseine Theegesellschaft, wobei die Prinzessinnen von Kur-land, Gräfin Wrbna und Prinzessin Therese, GräfinFuchs, Gräfin Gallenberg, Graf Schulenburg, FürstButtera, Graf Haugwitz, Graf Felix Woyna ec.Die Gesellschaft ging um halb 11, Schulenburg um 11ab. — Es folgte, ohne daß ich es auf irgend eine Weiseverschuldet hätte, eine sehr böse Nacht. Brustkrampf mitIntervallen von 1 bis nach 5 Uhr. Wenig Schlaf.
Den 20., Dienstag. Daher große Ermattung. Unfähig-keit zu arbeiten, ja — zu lesen. Besuch von Graf MoritzDietrichstein. — Dann von Sir Henry — dann GrafLebzeltern. — Da mir der Fürst die gestern eingegangeneExpedition zusendete, mußte ich sie noch einmal lesen. —Türkheim verschreibt mir Moschuspulver. Um 8 Uhr,nachdem ich das erste genommen, erfolgte einer der heftig-sten Anfälle des Krampfes. Zufällig ist Fürst Metternichgekommen. In seiner Gegenwart steigt das Uebel bis zum