Band 
Vierter Band.
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indessen ward es doch 7 Uhr, ehe wir abfuhren. Ich mitLeopold in einem, Nanette mit Pauline und demlieben Franzei im anderen Wagen. Alle meine Leutewaren zahlreich versammelt. Auf den beiden ersten Sta-tionen ward äußerst schlecht gefahren; ich kam daher erstum halb 9 Uhr Abends in Gösfritz, eine Post jenseitsHorn an. — Die Reise war mir sehr angenehm. DasWetter vortrefflich; ein kühler Westwind verwehte alleSonnenhitze; früh und Abends war es sogar kalt. MeineGesundheit gut; den ganzen Tag keine Spur von Brust-krampf. Ich las ununterbrochen (Blackwood's Magazine— und Dumesnil Histoire de Don Juan d’Austria), undvon Zeit zu Zeit ergötzte ich mich an dem Kinde. InGöffritz aß ich mit ziemlichem Appetit; schrieb an Pilat,und ging gegen lO Uhr zu Bette.

Dm 10., Freitag. Sehr früh abgefahren, und weitbester als gestern. Das Wetter immer gleich schön; dasLand, wenn auch nicht eben malerisch, doch fruchtbar undlieblich. Um 2 Uhr hielten wir eine Stunde in Witting-hoff an, wo ich für heute meine Mahlzeit machte. Umhalb 6 in Budweis, wo ich zu bleiben beschloß. Ichhatte den ganzen Tag über höchst interessante Aufsätze imneuesten Heft des Quarterly-Review gelesen. Ging um10 Uhr zu Bette.

Den 11., Sonnabend. In der Nacht hatte es angefangenzu regnen. Und am heutigen Tage hallen wir bei sehrkaltem Nordostwinde häufige, schnell vorübergehende Regen-schauer. — Die langen Stationen diesseits Budweis, Wod-nian, Strakonitz rc. überzeugten mich bald, daß es nichtleicht möglich sein würde, heute bis Pilsen zu kommen;und ich erreichte auch nur gegen 8 Uhr Klattau, wo je-doch der Postmeister mir versicherte, daß ich am nächsten