unter Wilhelm und Anna. 177
rend-schönen Gemüths fassung, die sich aufalles erstreckt, durch alles verbreitet, wer diesenNückklang der Weitharmvn.ie im Her-zen deß Menschen gefühlt hat,H Er fühlte zu-gleich, daß es außer ihm kein Sittengesetz gebe.Denn nur durch Uebereinstimmung der Theile wirdeine Form, aus andringender Uebereinstim-mung dieser ansprechenden Form zu mir wird Ge-se tz. Kein Vcrmmftgesetz, kein Natur - und Kunst-werk ist ohne eine unsern Organen zusprechende Con-venicnz und Organisation seiner Theile zu uns auchnur denkbar. Wie könnte es also die lebendigste,feinste, schönste aller Organisationen, die Morali-tät im Gemüth des Menschen, wie könnte sie form-los seyn, oder formlos von ihm erkannt, geliebt,geübt werden?
So verwahrloste die Natur uns nicht; die Tu-gend ist nicht nur schon, sondern einzig nur dasSchöne, das mit uns Harmonische, dasSchönste.
„Aber das Gewissen? Ist Shaftesburynicht vom gelehrten Bischof Buttler überwiesen,daß er den wesentlichsten Theil des Grundsatzes dergriechischen Philosophen, der Natur zu folgen,Übergängen habe, nämlich: die unumschränkte Ge-walt der Aufmerksamkeit auf unsre Hand-lungen, d. i. des Gewissens?" Nicht Buttler.allein, zehn andre Brittische und Deutsche Morali-sten haben Shastesburi der Unzulänglichkeit seinesMoralprincips überwiesen, in dem Sinne näm-lich, wie sie, nicht Er, die Worte Schönheit,Reiz und Tugend nahmen. Im achten. Ver-stände, welcher Grundsatz predigt nicht etwa nur,Herders Works z. Phil. u.Gesch. IX. M l.