Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
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unter Wilhelm und Anna.

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dacthat, ward aristokratisch grob behandelt. Derglei-chen Partheyungen in Sachen, wo nur die ruhigeWahrheit entscheiden kann, würde man in Frank-reich Arroganz genannt haben; in England cr-wieß man sie auch Leibnitz, und welchem Ausländerhatte man sie nicht erwiesen? In Swifts Schriftenist die Stupidität der Deutschen ausgemacht; eswar sein letzter Fceudenspott, daß er einen Deut-schen, (Handel nämlich,) von seiner Nation ein Ge-nie nennen horte. Seit der Königin Anna Zeitenhat sich England in diesem edeln Stolz erhalten;die Osrinans, so wie von Wilhelm an die Oulcir(Holländer) wurden insularisch-gcoßmülhig verachtet.Wogegen sich die Deutschen gutwillig verachten lie-ßen, und am Ende dahin kamen, daß sie nächstGott dem Herrn kein großmüthig-reicheres We-sen als einen Englischen Lord, kein zarteresGeschöpf als eine Lady und keinen Engel als ineiner Englischen Miß erkannten.

3. Der Kriegesruhm, den England bey demzerrütteten Zustande Frankreichs in den letzten'Jah-ren Ludwigs erbeutete, flößte ihm den Wahn ein,daß es auch zu Lande sieghafte Heere unterhalten,überhaupt aber der Schiedsrichter Europasseyn könne, wie man die Königin Anna hoch - lautnannte. Ein Wahn, der England nicht nur Sum-men kostete, sondern auch Anmaßungen Raum gab,die es gleichsam von seiner Stelle zogen und einenandern Wahn erzeugten, die geborne Herrsche-rin der Meere zu sevn, durch welche es demfestem Lande geböte. Schon Heinrich VIII. sagte: