Band 
[Adrastea I & II.]
Seite
328
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328 II. Briefe zu Beförderung

Ihr, denen zwanglose Völker der Herrschaft Steuer

vertrauten,

Führt ihr durch Flammen und Blut sie zur Glückse-ligkeit Hafen?

Was wünscht ihr, Vater der Menschen, noch mehrere

Kinder? Isis wenig

Viel Millionen beglücken? ErfordertL wenige Mühe?

O mehret derjenigen Heil, die eure Fittige suchen,

Deckt sie, gleich brütenden Adlern. Verwandelt die

Schwerter in Sicheln,

Erhebt die Weisheit im Kittel und trocknet die Zäh-ren der Lugend.

Die rührende Stimme seines Grab- und Ge-burtslicdes, seine Sehnsucht nach Ruhe,sein Abschied hinter Cißides und Paches tontnoch jedem Leser ins Herz, nachdem der Dichter dieGesinnungen seiner Seele mit Leben und Blut ver-siegelt. So isis mit den patriotischen Oden Uz,Klopstocks; und der Preußische Kriegssanger isteben sowohl Volks - Friedens-Staatssänger gewor-den, hat bis auf die neuesten Zeiten fast an jedergroßen Angelegenheit Antheil genommen, die seinemGesichtskreise irgend nur nahe lag *)-

Aber, m. Fr., nach unsrer Lage der Dinge halteich das zu nahe, zu starke Theilnehmen der Dichteran politischen Angelegenheiten beinahe für schädlich.

*) Seitdem sind Gleims Zeitgedichte in derSammlung erschienen, die keinem, der amGeiste der Zeit Antheil nimmt, uninteressantsehn kann.