Band 
Adrastea III. Schluss der Briefe zu Beförderung der Humanität.
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der Humanität.

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stolzem, launischem Charakter war ne möglich, underprobte sich in den verworrensten Verhältnissen, inden schwersten Scenen.

Sage jemand endlich, daß Prinzen keinerDankbarkeit, keiner Freundschaft fähig sind. Auchunter dem äußersten Haß Ludwigs XIV. gegen Fe-nelon blieb der Herzpg und Dauphin seinem Freun-de treu bis ans Ende seines Lebens.

Und dieser schonte ihn auf keine Weise. Siefinden einige Briefe Fenelons in dieser Sammlung;die übrigen (unersetzlicher Verlust!) verbrannte Lud-wig mit eigner Hand nach feines Enkels Tode; ver-muthlich , weil er sich selbst bei seinem Haß gegendiesen würdigen Mann so sehr im Unrecht fand,und mit den Briefen sein eignes Unrecht zu vertil-gen glaubte. Denn nie versöhnte sich Ludwig mitFenelon, auch nicht auf den Brief, den dieser ihmsterbend schrieb. Der Monarch wollte den Erzbischofnicht unrechtmäßiger Weise gehaßt haben.

Gut, daß der Monarch die Papiere des Prin-zen mit jenen Briefen, (deren keine Zeile Er schrei-ben konnte,) nicht auch verbrannte. Sie sind inlangen Stellen hier gedruckt; Fenelons Geist ath-met in ;ebem Grundsatz, so wie in der ganzen, sihrreinen und edeln Schreibart. Nur siehet man auch,daß ein Prinz diese Grundsätze gedacht habe; siesind, wenn ich so sagen darf, gedrückter, beschrank-ter, als sie in Fenelons Seele blühten; aber eh-renvoll, schön, königlich, fürstlich.

Ausziehen will ich nichts ans diesen Maximen.Dem Geist deS Zeitalters und der Denkart Kcne-