64 Briefe zu Beförderung
Dank alfo auch jedem guten Uebersetzer guterbrittischen Humoristen. Und wir wissen alle, wemwir in Deutschland vorzüglich Hiebei Dank zu sagenhaben, dem Uebersetzer Gorik's, Sterne's,Fielding's, Smollet's, Goldsmith's,Cumberland's, u. f. Die Bode' schen Uebcr-setzungen der empfindsamen Reisen, desTristram Shandy, Thomas Jenes,Humphrey Klinkers, des Landpri estersvonWackefield, desWestindiers sind inAller Handen.
Für unser Nordisches, angestrengtes und be-drücktes Leben sind überhaupt alle Schriften wohl-thätig, in denen unser Geist abgespannt, erweitertund milde gemacht wird. Immerdar sich zu spor-nen, andre zu treiben und von ihnen sich bedrängt.zu fühlen, ist der Zustand eines Tagelöhners, gesetztbaß wir ihn auch mit dem Titel eines Strcbensnach höchster Vollkommenheit in unablaßi-gem Eifer ausschmücken wollten. Die menschlicheNatur erliegt unter einer rastlosen Anstrengung;.während der Ruhe, während des Spiels zwangloserUebungen gewinnt sie Munterkeit und Kräfte. Sel-ten geht der unabläßige Eifer anders wohin aus, alsauf Schwärmerei und Uebertreibung, die durch nichtszurecht gebracht werden kann, als durch eine Dar-stellung dessen was sie ist, durch eine leichte fröhli-che Nachahmung ihrer eignen Charaktere. Da lachtder Thor, falls er noch lachen kann, über sich selbst;und im leichtesten Spiel findet man, wie Leibnitzmeynt, die ernsteste Wahrheit.
Nach-