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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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König vorher mit vieler Gelassenheit Vorstellungen übersein hartes Verfahren gegen die Protestanten und gegenfeine Person gemacht, und er schien auch andere Gesin-nungen anzunehmen; allein Katharina hatte aufgehört,von dem Scheine der Mäßigung Gebrauch zu machen;und lieber überließ sie sich der blinden Gewalt, die au-genblicklich, als der Intrigue, die allmählich und trägefür den Preis einer und derselben Gegengefahr undZweckverfehlung schaffen und vernichten konnte. DieseGrundsätze suchte sie auch dem jungen König einzuflößen,und da es ihr gelungen war, den Kanzler von Hopitalder Religion wegen bey ihm verdächtig zu machen, sokonnte sie ihn mit der nehmlichen Leichtigkeit entfernen.

Hopital zog sich in seine Einsamkeit zurück, beglei-tet von dem beruhigenden Bewußtseyn erfüllter Pflich-ten, und von den stillen Wünschen der Edelgesinnten,die ihm die Erhaltung des Ansehens der Gesetze, in demSturm bürgerlicher Unruhen, und die Sicherheit desEigenthums und Lebens verdankten. Seine Anhänger,Feinde des Parteygeists, der Unruhen und der höfischenKriecherey, aufrichtige Freunde der Ruhe und Ordnungbezeichnete man mit dem zweydeutigen Nahmen Poli-tiker, um dadurch auf ihre Gleichgültigkeit gegen diekatholische Religion und auf bloß profane Leidenschaftenanzuspielen.

Für den Prinzen von Conde war das Verfahrendes Hofs reiner Gewinn. Je grausamer dieser war, jemehr und geschärftere Edikte er gegen alle HugonottischeZusammenkünfte ergehen ließ, je rascher er das Ediktvon Amboise aufhob, je entscheidender er der katholischen

Reli-