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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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113
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mehr Arglist und iFurchtloflgkeik erfordert, als sich inKarls Charakter je gezeigt hatte.

Er, das Organ und blinde Werkzeug seiner Mutter,mußte noch die Inkonsequenzen ihrer Grausamkeit ver»antworten. Das erste Opfer, das er ihr und ihremAnhange brachte, mußte ihm bey der gegenseitige» Pak«tey alle Hochachtung und Ehrfurcht, wodurch ein Mo«narch nur regieren kann, unwiederbringlich rauben; undjedes ergriffene RettungSmittel mußte ihn naher an denfürchterlichen Abgrund führen, dem er entgehen wollte.

Gleich die ersten Tage nach dem Blntbade suchte derKönig sich in einem Schreiben an alle Statthalter derProvinzen und an alle auswärtige Höfe, zu reinigen,so, daß er auch die geringste Theilnahme an dem Aer-brechen lauauete, und alles dem ködtlichen Hasse derGuisen wider das Haus Chatillon zuschrieb. Er befahlseinen Statthaltern, auf die strenge Beobachiung desReligions»Edikts zu wachen, und jede Thätigkeit zuverhüten. ,, Ich bin, ° war der Schluß des Briefs,„bey meinem Bruder, dem Könige von Navarra, und„dem Prinzen von Conde. Sollten sie Gefahr laufen,„so werde ich ihr Schicksal entschlossen mit ihnen thci«„len." Die Königin schrieb fast in dem nehmlichen Tone,und doch mordete man den Tag darauf den Präsidenten,Peter la Place, unter dem Verwände, ihm Sicherheitzu geben; und am dritten Tage hielt der König einefeyerliche Sitzung in dem Parlament, worin er, ge-schreckt nicht durch den Haß, sondern die Verachtung,welche die grausame That seiner Person zuziehen konnte,sich als den alleinigen Urheber angab, und offen gestand,

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