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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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daß er das Blutbad als Strafe der Hochverrätherey be-fohlen habe. Der Präsident de Thou mußte seine neuenStrecken durch eine eigene Rede, worin er seine Ver-stellung als Klugheit, seine Blutgierde als Eifer für dasBeste des Staats rühmte, verscheuchen. Aber was derPräsident in der Nahe des Throns nicht laut zu sagenwagte, was er mit Wehmuth, mit ersticktem Schmerzsagen wollte, was er in verbissenen Sarkasmen sagte, dasmußte er von seinen weit geringern Unterthanen und vomAuslande hören. Seine Befehle zur Aufsuchung allerRechtfertigungs- und Entschuldigungsursache brachten dievollgültigsten Urkunden ans Licht, daß keine Nation deshöchsten Alterthums Beyspiele einer ähnlichen Grausamkeitauszuweisen habe, daß die von Mithridat, König von Pon-tus, in Asien gemordeten vierzig tausend Römer, und dievon Peter von Aragonien bey der Sicilianischen Vespergewürgten acht tausend Franzosen mit der Bartholo-maus-Nacht nicht verglichen werden könnten, welcheeigene in Schutz genommene durch einen feyerlichen Frie-den gesicherte Unterthanen unter dem schändenden Ver-wand einer heiligen Hochzeitfeyer zur Schlachtbankführte, und das Hochzeitklcid einer eigenen Schwester inBlut getaucht habe. Die Natur, sagt de Thou, schienmit Gott über seine Langmuth und Nachsicht zu hadern,und Frankreichs entweihter Boden schien empört, solcheScheusale langer zu tragen.

Drey Dinge waren es, die den König in einer ge-spannten Unruhe erhielten. Der König von Navarraund der Prinz Conde hingen unerschütterlich fest an ih-rer Religion. DieSchweitz und Pohlen unthcilten äußerst

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