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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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115
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nachtheiliq von dem Blutbade; und die Protestantenhatten in Nochellr und einigen andern Platzen ein Asylgefunden, worin sie ihre geretteten Bruder, mit Racheund Verzweiflung beseelt, dem treulosen König entgegenführen konnten. —

Diese drey Umstände forderten ein eben so raschesals zweckmäßiges Mittel. Die geringste Verzögerungließ die widrigsten Folgen befürchten.

Die feste Anhänglichkeit des Königs von NävarrLund des Prinzen Conde an ihre Religion, war ein Tri-umph über die fürchterliche Macht des Königs, der här-teste Vorwurf auf das vergossene Blut, und die kräf-tigste Aufforderung für aste Protestanten, sich unterihre Fahne zu vereinigen. Noch immer hatte der Königgehofft, daß die Schreckscenen ihre Hartnäckigkeit beu-gen, und daß sie durch ein freywilliges Abschwören sei-nen Sieg vollkommen machen würden. Allein es warenschon dreyzehn Tage über den gesetzten Termin von dreyTagen verflossen, und noch nicht eine Spur ihrer ver-änderten Gesinnungen sichtbar. Er beschiel» daher denPrinzen von Conde, dessen Hartsintt er am meisten be-fürchtete, vor sich. „Wählen Sie," grinzte er, ,illu-ster drey Dingen: der Messe, dem Tod, oder ewigenGefängniß." Gott gefallt es nicht, entgegneteihm Conde, das erste zu wählen; in Ansehungder zwey letzten Stücke, unterwerfe ich michder Willkühr Eurer Majestät; die Vorse-hung möge Ihre Wahl leiten. Diese äußerstbescheidene Antwort beruhigte das stürmische Aufbrau-sen des Königs Wider seinen eigenen Willen; gern hätte

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