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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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117
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Conde und dem Könige von Navarra, Briefe an denPapst einliefen, worin sie ihre langen Irrthümer be-reueten, und den Papst, als Christus Statthalter undAusspcnder der Gnaden, baten, sie in den Schooß der Kircheaufzunehmen, und sie in Ansehung der Graden derVer.wandtschaft, die zwischen ihnen und ihren Weibern be-standen, loszusprechen. Der heilige Vater antworteteihnen mit den innigsten Versicherungen einer wahrenFreundschaft, und überschickte die nachgesuchte Dispen-sation über eine schon geschlossene Ehe.

Um allen Zweifel in Ansehung seiner Bekehrung zuheben, ließ der König von Navarra zwey Edikte aus-gehen, wodurch er die Annahme der katholischen Reli-gion in dem Umfange seines Gebiets befahl, und alleprotestantische Diener ihrer Stellen entsetzte.

Der Eindruck, den dieß Blutbad auf das Auslandmachte, war nicht so leicht verwischt. Dieser Eindruckwarf der Absicht der Königin Mutter ein großes undunüberstcigliches Hinderniß entgegen. Schon mit derNeugierde, noch mehr aber mit den Ranken eines herrsch-süchtigen Weibes wollte sie, gestützt auf eige Wahrsa-gung : daß sie alle ihre Kinder noch vor ihrem Tode aufdem Throne sehen würde, das undurchdringliche Dunkelder Zukunft enthüllen; und unerachtet ihr Ehrgeiß dieserWeißagung eine schmeichelhafte Deutung gab, so konntesie doch der Anwandlung von Furcht nicht widerstehen,Laß man ihr habe zu verstehen geben wollen: sie würde«ins ihrer Kinder nach dem andern auf dem Throne vonFrankreich sehen.

Die