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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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118
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Die Lebhaftigkeit ihrer Einbildungskraft und dieGeschäftigkeit ihres Ehrgcitzes ließen diese Vorstellungnicht herrschend werden, und vor ihrem scharfen Blickelag das Schicksal aller Staaten entfallet. Keine Gele.genheir entwischte so leicht ihrer Aufmerksamkeit, wo sieihre zwey Söhne befördern konnte. Schon lange hattesie eine Heirath des Herzogs von Anjou und des Her-zogs von Alencon, mit der Königin von England ver-sucht. Sie vermaß sogar ihre Hoffnungen auf denThron von Algier in Afrika. Am meisten aber lag ihrPohlen am Herzen.

Alle Aerzte gaben Sigismund August, König vonPohlen, verloren. Da er keine Nachkommen hinterließ,so war die Thronfolge erledigt, worauf der DeutscheKaiser schon seine ganze Aufmerksamkeit für seinen SohnErnst gespannt hatte.

Johann von Montcluc, Bischof von Valence, einMann, der von jeher die wichtigsten Geschäfte besorgthatte, und der eine eigene Gewandtheit in NegociationenBesaß, erhielt daher von der Königin Mutter den Auf-trag, keinen Augenblick zu versäumen, und kein Mittelunversucht zu lassen. Um Montcluc ganz zu gewinnen,Und ihn durch Beweise ihrer Geneigtheit zu der möglich-sten Thätigkeit zu spornen, so mußte sein Bastard, Jo-hann Balagny, mit seinem natürlichen Vater in Ver-bindung treten.

Sigismund starb/) und nicht einmahl die wüthendePest konnte diesen so ausgezeichneten Diener abhalten,

die

*) bey 7. Julius.