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die Reift nach Pohlen anzutreten. Als der Wahltag er,öffnet wurde, trat Montcluc mit einer Entschlossenheitund mit einer Beredsamkeit unter den vorbereiteten undzum Theil bestochenen Wahlhe-rrn auf, so, daß es ihmnoch wenig Mühe kostete, seinen Plan zur höchsten Zu-friedenheit der Königin Mutter durchzusetzen.
Schon der weite Ruhm der Französischen Nationgab dem Herzoge von Anjou ein großes Uebergewichtüber seine Mitkompetenten; noch mehr aber der Ruhmeiner Nation, die mit ihren Nachbaren keine Grenzstrei-tigkeiten, mit Pohlen nie Feindschaft gehabt hatte, unddie große Aussichten für den Handel zu Wasser ver-sprach. Montcluc ließ es auch nicht an Lobsprüchenauf die persönlichen Eigenschaften des Herzogs fehlen,und hier diente ihm bald der Glanz seiner Abkunft, dieReife seines Alters, die Größe seiner Talente, und derEdelmuth seines Charakters; bald sein Reichthum anErfahrungen und Staatskenntnissen, bald seine und sei«ncs Bruders, des Königs Karl, Schuldlosigkeit an demDlutbade zum Vorwande und zur Stütze. Das Letztereerweckte anfänglich Murren und Unwillen. Oeffentlichwurden über diese angebliche Unschuld Schriften gewech-selt; und die Vorwürfe, hievon entlehnt, waren sobeißend, und erregten so viele Schwierigkeiten, daß sichbeynahe das ganze Geschäft darüber zerschlagen hätte.Aber Monttlucs Festigkeit, Gewandtheit und Verschla-genheit siegte endlich über alle Hindernisse, und der Her-zog von Anjou wurde *) als König von Pohlen bestätigt.
Weit
*) den §. May -57?.