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der Liebe geopfert hatte, warf ihn auf seine schwarzeThaten zurück. Jeder Blutstropfen erinnerte ihn an dieStröme, die in der grausen Bartholomaus-Nacht flös-sen, jedes erlegte Thier an die Berge von Leichen, die eraufgethürmt hatte. Er aß und trank seit dieser Zeitwenig. Verzerrt war sein Gesiebt, stier und rollend seinAu e, hastig und unterbrochen sein Gang. Kein Schlafsenkte sich auf seine Augen nieder, blutige und zerfleischteGestalten, die Manen der Erwürgten schreckten ihn wa-chend und träumend. Körper und Geist waren in einerewigen Fieberhitze. So überall von den Foltern einesgcangstiglen Gewissens gejagt, von den Schatten derGewürgten verfolgt, von den Schrecken der Hölle ge-geißelt, von den Ranken seiner Mutter umstrickt, vonden Gefahren der neu ausgebrochcnen Unruhen geschreckt,von allem, selbst von der Kraft des Willens, noch et-was Gutes zu thun, verlassen, welkte er jener Stundeentgegen, wo er als der unumschränkteste Monarchstrenge Rechenschaft über das, was er that, und waser zu thun unterließ, ablegen sollte. Der letzte Trostseines verödeten Herzens war der, keinen Sohn als Er-ben seiner Krone zu hinterlassen. Allen Umstehendensagte er ein Lebewohl, umhalsete seine Mutter, der er mitWiderwillen die Regentschaft von Frankreich übertragenharre, zärtlich, empfahl ihr liebevoll seine Frau, seineTochter, und das von ihm zerrissene Königreich, undstarb am dreyßigsten May *) im fünf und zwanzigstenJahre seines Alters.
Schott
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