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nungen aller derjenigen, die ihm zuvor Liebe und Treuegeschworen hatten. Bestimmt, so viel Kronen zu tra-gen, war er am Rande, die zu verlieren, die er von sei-nem Vater und Großvater rechtmäßig geerbt hatte.Seine eigenen Unterthanen raubten ihm einen Theil sei-ner Staaten, und ehe er sie wieder erobern konnte, dasLeben.
So ein König sollte einen Staat regieren, wo diehöchste Gewalt keine Hochachtung mehr fand, wo dasVaterland zwischen der Herrschsucht der Mutter» undder Eifersucht der Großen getheilt war, wo blinde Will»kühr über öffentliche Verträge wachte, wo Freyheit, Ei-genthum und Gerechtigkeit das Spiel der Laune und derzügellosen Begierden geworden war, wo das schwärme-risch rasende Volk seit der Bartholomäus - Nacht dasfürchterliche Recht des Stärkcrn kennen gelernt hatte;kurz, wo alle Bande aufgelöst und zerrissen waren.
Noch ehe er aus Pohlen auf eine so theatermäßigeArt zurück kam, hatte der orientalische Despotismusder Königin Mutter die verschiedenen Parteyen einandernähergebracht. Die protestantische, durch die Geschah,»igkeit des Prinzen von Conde im Auslande mächtig,unterstützt und sicher geleitet, schloß sich an die Politi-ker, oder an die dritte Partey, die größten Theilsaus mißvergnügten Katholiken bestand, fest an. Dajene auf Freyheit ihrer moralischen, diese auf Frey-heit ihrer physischen Krastaußerung, jene auf freye Re»ligionsübung, diese auf Abschaffung einer despotischenRegierung hinstrebte, so reichten sie sich in dem Interessefür die durch Religion und Staat gedrückte Menschheit
die