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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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137
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„siegen gelernt. Anführer und Soldaten finden in der„Nothwendigkeit des Kriegs das unauflösliche Band,„ das sie vereinigt. Die Vartholomaus - Nacht mordete„die angesehensten Häupter der protestantischen Partey.„Die Blüthe des Adels ging zu Grunde. Wer hatte„glauben sollen, daß nur noch ein Einziger dem Grabe„entronnen wäre, das alle verschlang? Das Glück„schien die Rebellen ganz verlassen zu haben, als die„ Belagerung von zwey oder drey Städten sie auf das„Aeußerste brachte, und doch gingen aus der Asche der„zerschmetterten Partey neue Menschen, beynahe ohne„ Leben und ohne Kraft hervor, Allein geschützt durch„die Nothwendigkeit, trotzten sie dem tiefen Abgrund,„ der sich unter ihren Füßen öffnete. Verzweiflung war„ihre einzige Zuflucht, und Verzweiflung war es, wcl-„che die Fackel schwang, um das große Königreich im„ Brand zu setzen, Entschlossene Rächer ihrer gewürgten„Vorfahren ergriffen sie, furchtbarer für uns, dieWaf-„fen, nicht um Gewissensfreyheit allein zu erringen,„sondern um uns eine Genugthuung für das Bergan.„ gene, um Sicherheit für die Zukunft uns abzuzwingen."

Allein Heinrich sah den Frieden, den er mit denProtestanten, und jetzt mit den Mißvergnügten schließensollte, als einen Krieg an, den er Gott und seinem eige-nen Thron ankündigte. Jede Partey im Staate schienihm auf Kosten der öffentlichen Ruhe zu bestehen; vor-züglich eine Partey, die ihre Forderungen mit Religionverwebte, wovon der Umsturz aller gesetzlichen Ordnungzu erwarten wäre, Seine Günstlinge schmeichelten ihm,daß er einen Frieden mit ganzer Kraft verachten könne,

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