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Heinrich der Vierte, König von Navarra und Frankreich : eine Biographie, mit Hinsicht auf unsere Zeit aus Geschichtsquellen bearbeitet : Karln von Dalberg als Opfer der dankbarsten Liebe und reinsten Verehrung geweiht
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len sollen, so überließ er sich kindisch dem Genuß derFreude, einen Nebenbuhler, an dem Könige von Na-varra bey der Frau von Sauve, verloren zu haben.

Dieses alles, und die verschiedenen kleinen Lokal-verhälinisse am Hofe, die im Buche der Geschichte nichtaufgezeichnet sind, beschleunigten den fünften Frie-O Fen, *) vermöge dessen den Reformirten die ungestör-Vteste Rcligionsübung im ganzen Reiche, Paris ausge-nommen, verstattet, und in jedem der acht Parlamenteoder höchsten Gerichtshöfe des Reichs, ein mit gleicherAnzahl der Reformirten und Katholiken besetztes Justiz,departement zugestanden, Coligny's Andenken von deröffentlichen Schande gerettet, und die fürchterliche Bar-thvlomaus-Nacht als ein trauriges Schicksal beweint;den Mißvergnügten überhaupt aber die Zusammenberu.fung der Stande zur Anhörung und Abhelfung ihrerKlagen binnen sechs Monaten versprochen, und ihnenacht wichtige Städte im Reiche, die sie mit Garnison be-legen dürften, verwilligt wurden. Wenn man den Her-zog Johann Kasimir, und den Prinz von Conde mitVersprechungen einschläfern kynnte, so mußte man da-gegen des Herzogs von Alencvn Ehrgeitz auf eine reellereArt befriedigen. Er erhielt, nebst den drey reichstenProvinzen des Königreichs, dem Gebiete von Anjou,Touraine und Darry, den Titel eines Herzogs vonAnjou.

Der Friede trug den Keim seiner Vernichtung inseinem Entstehen. Die Unvorsichtigkeit der Prinzen in

Beschien»

*) Au Beauhimi!n Tvuralne den 6. May 1576.