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Es kann seyn, daß der König zur Zeit der Entste«hung der Liguc noch gar nichts von ihrem Zwecke ge-wußt, oder nur bloß dunkle Begriffe davon gehabt habe.Gewiß ist es aber, daß ihm Humieres Anschlage nichtmißfielen, daß er sich fteucte, von seiner Ve> Kindlichkeitgegen Conde durch die Besetzung von Peronne befreyetzu seyn; und daß er zur nehmlichen Zeit dem Prinzenvon Conde an dem andern Ende des Königreichs SamtJean d'Angely in Saintonge, und Cognac in Angou-mois zur Entschädigung einräumte, wodurch er ihn wei-ter vom Hofe und von seinem ersten Wirkungskreise ent-fernte.
Kaum war der Inhalt des Bundes nur einigerMaßen ruchtbar geworden, als man anfing, die Pro-testanten in der Nahe des Hofes zu mißhandeln. Ueberallwaren aufrührische Schriften angeheftet, überall rot-tete sich der Pöbel zusammen, um sie in dem fnedens-mäßigen Gottesdienste zu stören. Der Kardinal vonBourbott, Erzbischof von Nouen, wo sich damahls derHof aufhielt, erlaubte sich, in Gegenwart des ganzenHofes, enuge Ausdrücke, die den Protestanten die Au-gen endlich öffnen mußten, um ihnen die Gefahr zu zei-gen. Noch auffallender war die Gesandtschaft des Kö-nigs an den Papst, um seine Erlaubniß für die Ver-außerung geistlicher Grundstücke, die bey fünfzig tausendThaler Einkünfte lieferten, auszuwirken. Jeder konnteleicht begreifen, daß der Papst nie anders, als mit ei-ner strengen Anweisung auf die Ausrottung der Ketzergefällig gewesen sey.
Der König von Navarra hatte weit mehr Behut-samkeit nöthig, als alle andere. Mit der Rückkehr zu
der